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Mehr als 2.000 tote amerikanische Soldaten in Afghanistan

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Die Zahl der in Afghanistan gefallenen US-Militärangehörigen ist auf über 2.000 gestiegen. Mehr als die Hälfe der Toten habe die amerikanische Armee in den vergangenen 27 Monaten zu beklagen gehabt, teilt die Internetplattform Global Security mit. Die Opferzahl lasse sich mit der massiven Truppenaufstockung in den vergangenen Jahren erklären.

Die afghanischen Sicherheitskräfte verzeichnen mehr als drei Mal so viele Tote. Rund 6.500 Polizisten und Soldaten seien im Kampf gegen Aufständische und Terroristen seit 2007 gestorben. Im selben Zeitraum kamen zudem rund 13.000 Zivilisten bei Kämpfen und Anschlägen ums Leben.

Written by netzreporter

23. August 2012 at 15:23

Diplomat in Uniform

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Der neue Isaf-Kommandeur soll in Afghanistan seinen Irak-Erfolg wiederholen

Von Hauke Friederichs

Auf Fotos schaut er, wie man sich einen amerikanischen Marine vorstellt: ernst, entschlossen, kompromisslos. John R. Allen, General der US-Marineinfanterie und neuer Kommandeur der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (Isaf), gehört dabei nicht zu den Haudraufs des amerikanischen Militärs. Er gilt als gewiefter Stratege, als Diplomat in Uniform und zählt nach den Einschätzungen der US-Medien zu den herausragenden Köpfen der Generalität. Als Kommandeur der Isaf übernimmt er nun die schwierigste Aufgabe, die das amerikanische Militär derzeit zu vergeben hat. Er soll den Abzug der US-Truppen vom Hindukusch bis 2014 möglich machen, ohne dass Afghanistan im Chaos versinkt.

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„Die Menschen wollen Frieden“

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Die Bundeswehr hat die Aufständischen in Nordafghanistan zurückgedrängt. Nun will sie die Bevölkerung mit Bauprojekten gewinnen. Eine Fahrt durch Chahar Darreh.

Von Hauke Friederichs, Kundus

Der Motor des Dingos brüllt auf. Dreizehn Tonnen Stahl setzen sich mit einem Knirschen in Bewegung. In dem Militärfahrzeug sitzen drei Soldaten des Wiederaufbauteams Kundus und ein Dolmetscher. Sie gehören zu einer Patrouille, die an einem frühen Wintermorgen in den Distrikt Chahar Darreh aufbricht, vorweg ein Einsatzwagen vom Typ Eagle IV. Der Staub, den dessen dicke Reifen aufwirbeln, legt sich grau auf die Frontscheibe des Dingos.

„MG schwenkt links.“ Der Maschinengewehrschütze kurbelt an zwei Griffen, die Waffe auf dem Dach bewegt sich. Die Wagen verlassen das Feldlager im Schritttempo, vorbei an Schranken und afghanischen Wachmännern, über Bodenhindernisse kriechend und hüpfend, geht es nach draußen. Die Soldaten zurren ihre Helme fest.

Durch Panzerglasscheiben blicken die Soldaten in eine trübe Landschaft. Nebel hat sich über die Gegend gelegt. Die Kolonne überholt einen alten Mann auf einem Fahrrad. Er bleibt stehen, um sich mit einem anderen Graubart zu unterhalten. Die Armeefahrzeuge nehmen sie nicht wahr. Nach dreißig Jahren Bürgerkrieg gehören Soldaten zu ihrem Alltag. Die Alten haben schon russische Soldaten in den Kampf gegen die Mudschaheddin ziehen gesehen. Noch heute stehen zerschossene, rostende Panzerwracks am Straßenrand, Warnungen an alle ausländischen Truppen.

Vor einem Laden harrt regungslos ein Mann aus, ein graues Tuch vor sein Gesicht geschlungen, vor der Brust eine Kalaschnikow. Die Scheiben des Geschäfts, das er bewacht, sind verschmiert von Staub und Dreck. Kurz beobachten die Soldaten den Mann, dann konzentrieren sie sich wieder auf die Straße. In Afghanistan gibt es unzählige Bewaffnete: Wächter, Bodyguards, Polizisten. Es sei schwer zu erkennen, wer Feind und Freund sei. „Sicher bist Du Dir erst, wenn einer auf Dich schießt.“

Die Patrouille bringt den Chef des Stabes des Wiederaufbauteams, Oberstleutnant Robert E., zu zwei Baustellen in Chahar Darreh. Er will die Fortschritte eines Straßenbauprojekts und eines Brückenbaus begutachten. Zur Bewachung fährt ein Zug der Schutzkompanie mit.

Chahar Darreh war vor wenigen Monaten noch sogenanntes Indianerland. Aufständische kontrollierten den Distrikt zu großen Teilen, die Bundeswehr rückte dort gelegentlich mit Kampftruppen ein. Wiederaufbauprojekte gab es kaum noch. Nach einigen Offensiven und seitdem die Bundeswehr mehrere dauerhafte Außenposten einrichtete, hat die Sicherheitslage sich deutlich verbessert.

Jungen auf klapprigen Eseln zuckeln an den Deutschen vorbei. Kleine Kinder rennen aus einer Lehmhütte an den Straßenrand. Sie hüpfen herum, lachen und winken den gepanzerten Wagen zu. Die drei Soldaten winken zurück. Alle tragen hellbeige Uniformen, Schutzwesten, in den Ohren einen Gehörschutz, der ihr Trommelfell bei Explosionen vor der Druckwelle schützen soll, vor den Augen Spezialbrillen.

(…)

(Die ganze Reportage finden Sie auf ZEIT ONLINE)

„Man kann einen Krieg nicht mit Transportfahrzeugen führen“

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Die Lage in Afghanistan hat sich verbessert, sagt der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus. Die Sicherheit der Soldaten dürfe nun aber nicht dem Sparzwang zum Opfer fallen.

ZEIT ONLINE: Herr Königshaus, als sie vor acht Monaten das Amt des Wehrbeauftragten antraten, gab es Kritik an ihrer Wahl. Ihr Vorgänger, Reinhold Robbe von der SPD, wurde sogar von CDU-Politikern aufgefordert, erneut zu kandidieren. Nun wurden Sie in von allen Bundestagsfraktionen mit Lob überschüttet, weil Sie gleich mehrere Probleme in der Truppe offenlegten. Überrascht Sie das?

Hellmut Königshaus: Das Lob zeigt mir, dass einigen aufgefallen ist, dass ich mein Amt so ausfülle, wie es mancher vielleicht vorher nicht erwartet hat. Ich warte nicht nur, dass mich Beschwerden erreichen. Ich gehe gerade in die Bereiche hinein, aus denen ich nichts höre.

ZEIT ONLINE: Welche Bereiche der Bundeswehr meinen Sie damit?

Königshaus: Es gibt Einheiten, in denen es, vorsichtig gesagt, nicht üblich ist, sich an den Wehrbeauftragten zu wenden. Gerade bei den Truppenteilen, die sich als Elite fühlen, ist das gelegentlich so. Wer sich nicht einfügen kann, ist zu schwach für uns, heißt es dann. Für den Einzelnen kann das dann sehr belastend sein.

ZEIT ONLINE: Ihre besondere Aufmerksamkeit scheint den Soldaten in Afghanistan zu gelten.

Königshaus: Ja, drei bis vier Mal pro Jahr möchte ich unsere Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan besuchen. Ich komme auch gerade aus Kundus und Masar-i-Scharif wieder. Solche Besuche sind wichtig, um mit den Soldaten zu sprechen und ein realistisches, ungeschminktes Bild von der Lage zu bekommen. So kam auch die Geschichte mit der geöffneten Feldpost heraus.

ZEIT ONLINE: Die Feldpost-Affäre war das wohl spektakulärste Ergebnis ihrer Reise. Was haben Sie sonst aus Afghanistan mitgenommen?

Königshaus: Eine Erkenntnis ist, dass sich im deutschen Mandatsgebiet die Sicherheitslage durch die Arbeit unserer Soldaten verbessert hat. Vor meinem Amtsantritt hatte ich auf die ungenügende Ausrüstung der Soldaten in Afghanistan hingewiesen – und wurde dafür heftig kritisiert. Nun hat sich gezeigt, dass ich damals Recht hatte.

ZEIT ONLINE: Sie forderten damals auch den Einsatz des schweren Kampfpanzers Leopard 2, der aber noch nicht in Afghanistan genutzt wird.

Königshaus: Der Leopard 2 war damals nur ein Beispiel unter vielen, das ich gebracht habe. Ich hatte auch mehr Schützenpanzer vom Typ Marder gefordert, und dazu ist es ja gekommen. Und die Amerikaner unterstützen uns inzwischen zudem mit ihren Hubschraubern. Außerdem haben wir mittlerweile mit der Panzerhaubitze 2000 ein viel schwereres Kaliber, als den Leopard 2 in Afghanistan stationiert. Die Soldaten begrüßen die Artillerie sehr, sie fühlen sich sicherer, wenn sie in deren Radius operieren.

ZEIT ONLINE: In Deutschland wurde die Entsendung der schweren Geschütze und das härtere Vorgehen kritisiert.

Königshaus: Nicht von allen. Es ist aber eine Tatsache, dass sich die Lage dank des robusteren Vorgehens stark verbessert hat. Und die Soldaten sind auch zufriedener. Für sie gibt es nichts Schlimmeres, als wenn sie sich ständig „einigeln“ müssen. Es ist doch so: Wenn  man sagt, der Einsatz der Bundeswehr sei wie im Krieg, dann braucht die Truppe auch Waffen wie im Krieg. Man kann einen Krieg nicht mit Transportfahrzeugen führen.

(…)

Die Fragen stellte Hauke Friederichs

(Das ganze Interview finden Sie auf ZEIT ONLINE)

Zahl der Woche – 78 Milliarden weniger für die US-Armee

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Woche 1/2011

Summe in Milliarden Dollar die US-Verteidigungsminister Robert Gates innerhalb von fünf Jahren zusätzlich an Rüstungsausgaben sparen will: 78.

Anzahl der Soldaten, um die die Truppe ab 2015 verkleinert werden soll. 47.000

(Quelle: ZEIT ONLINE – http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/USA-militaer-kuerzungen)

Written by netzreporter

7. Januar 2011 at 11:46

Steinmeier verknüpft Zustimmung zum Afghanistan-Mandat an Abzug

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Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, hat die Zustimmung seiner Abgeordneten zur Mandatsverlängerung für Afghanistan an Bedingungen geknüpft. Steinmeier forderte in der Bild am Sonntag, dass im Mandatstext der Rückzugsbeginn der Bundeswehr vom Hindukusch festgeschrieben wird. Der Abzug soll bereits 2011 beginnen. Den Sommer kommenden Jahres hatte auch US-Präsident Barack Obama als Starttermin für den Rückzug amerikanischer Kampftruppen genannt. Innerhalb der Regierung gab es jüngst Streit zwischen Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg über die Nennung eines konkreten Abzugstermins. Guttenberg ist dagegen, dass die Taliban und andere Aufständische stärken würde.

Im Januar soll der Bundestag über die Mandatsverlängerung der deutschen Beteiligung an der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan abstimmen. Die Koalition von Union und FDP wirbt für eine breite Zustimmung im Parlament. Fast alle Abgeordneten der Linkspartei stimmten in der Vergangenheit gegen eine Verlängerung, bei den Grünen enthielten sich viele, es gab aber auch zahlreiche Ablehnung. Die SPD stütze mit einer großen Mehrheit die Mission am Hindukusch. Das könnte künftig anders aussehen – gerade im Superwahljahr 2011.

(Quelle: ZEIT ONLINE – http://mobil.zeit.de/politik/deutschland/2010-12/spd-steinmeier-afghanistan)

Zahl der Woche – Amerikanische Spezialeinheiten

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Woche 50./2010

Anzahl der Länder, in die das Special Operations Command der US-Streitkräfte im Kampf gegen den Terror Sondereinheiten entsandt hat: 20

Zahl der Soldaten bei US-Spezialeinheiten: 53.000

Geschätzter Etat der Special Forces im Jahr 2007 in $: 8 Milliarden

(Quelle: Wiliam R. Polk: Aufstand. Widerstand gegen Fremdherrschaft: vom amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bis zum Irak, Hamburger Edition, Hamburg 2009.)

Written by netzreporter

15. Dezember 2010 at 15:13