Terror-Blog

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Archive for the ‘Hamas’ Category

Gefangenenaustausch zwischen Israel und Hamas beginnt

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Die palästinensischen Extremisten von der Hamas haben den vor fünf Jahren entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit freigelassen. Der 25-Jährige soll nach Medieninformationen bereits in Ägypten eingetroffen sein. Im Gegenzug ließ Israel 477 Palästinenser frei, die wegen geplanter und durchgeführter Anschläge und anderer Verbrechen verurteilt worden waren, aus der Haft frei. Die Männer wurden ägyptischen Behörden übergeben.

Der Gefangenaustausch wurde Dank ägyptischer und auch deutscher Vermittlung möglich. Ein Agent des Bundesnachrichtendienstes (BND) hatte mit beiden Seiten Gespräche geführt. In Israel hatte es Proteste gegen den Austausch gegeben, da auch Terroristen in die Freiheit gelangen sollen, die mit Bomben und Raketen für den Tod dutzender Israelis verantwortlich sind oder Attentate von Selbstmordattentätern geplant und vorbereitet haben. Angehörige hatten vergeblich vor Israels höchsten Gericht gegen den Austausch geklagt.

Wenn Gilad Schalit zurück in Israel ist, sollen 550 weitere Palästinenser freigelassen werden.

(Quellen: ARD, NDR-Info, Spiegel Online – http://ml.spiegel.de/article.do?id=792352)

Written by netzreporter

18. Oktober 2011 at 08:56

Deutschland unterstützt Zerstörung von Kleinwaffen in Libyen

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Das meistverkaufte Sturmgewehr der Welt: Die AK-47 des russischen Ingenieurs Kalaschnikow

Das meistverkaufte Sturmgewehr der Welt: Die AK-47 des russischen Ingenieurs Kalaschnikow

Erst wurden deutsche Waffen an Gaddafi und später an die Rebellen geliefert, nun will die Bundesregierung mit 750.000 Euro ein Programm zur Abrüstung in Libyen finanzieren – das berichter der Blog Bombengeschäfte. Deutschland unterstütze die Sicherung und Zerstörung von Kleinwaffen – darunter auch schultergestützte Boden-Luft-Raketen, sogenannte MANPADS, teilte das Auswärtige Amt am Montag.

Libysche und internationale Spezialisten sollen Lager von Kleinwaffen und Munition aufspüren, diese sichern und sie vernichten. Die
unkontrollierte Weitergabe oder Verbreitung dieser Waffenbestände müsse unbedingt verhindert werden, schrieb das Auswärtige Amt in einer Presseerklärung.

Deutschland hat bereits in diesem Jahr Projekte zum Minenräumen und zur Zerstörung von 500.000 noch nicht verlegten Landminen in Libyen mit fast  900.000 Euro unterstützt. Bei der Zerstörung von Kleinwaffen, welche die Schweizer Nichtregierungsorganisation Fondation Suisse de Déminage koordiniert, will sich Deutschland eng mit den Amerikanern und anderen Nato-Partnern abstimmen.

Dank amerikanischer, französischer und britischer Luftunterstützung hatten die libyen Rebellen zunächst Gaddafis Truppen aus dem Osten des Landes vertrieben und dann Tripolis eingenommen und letztlich die Geburtsstadt des früheren Diktators, Sirte, angegriffen. Bei der Eroberung von Tripolis haben die Kämpfer des Übergangsrates zahlreiche Waffenlager Gaddafis geplündert und darin auch deutsche Sturmgewehre der Firma Heckler & Koch vom Typ G36 gefunden. Die Gewehre sollen aus einer Lieferung an Ägypten stammen. Wie die G36 dann an Gaddafi landeten, ist noch nicht endgültig geklärt.

Waffen aus Libyen sollen bereits über Ägypten in den Gaza-Streifen geschmuggelt worden sein. Die Hamas könnte sie bei Anschlägen auf Ziele in Israel verwenden oder an andere Terrorgruppen weitergeben.

(Quelle: Bombengeschäfte)

Gewalt im Nahen Osten eskaliert

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Acht tote israelische Zivilisten, fünf tote ägyptische Grenzpolizisten und mindestens 16 tote palistinänsische Hamas-Anhäger sowie Unbeteiligte im Gaza-Streifen – der Plan von islamistischen Terroristen, mit Anschlägen auf Israel einige Monate der Ruhe zu beenden, ist aufgegangen. Am Donnerstag hatten Terroristen in der Nähe zur ägyptischen Grenze israelische Busse und Autos mit automatischen Waffen und Panzerabwehrraketen beschossen. Israelische Sondereinheiten der Polizei nahmen die Verfolgung auf und töteten die Angreifer.

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Israel reagiert mit Luftschlägen auf Terroranschlag

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Nach dem Terroranschlag in Jerusalem am Mittwochnachmittag und Rakten- sowie Mörserbeschuss der Grenzregion hat Israel mit Luftangriffen auf Ziele im Gaza-Streifen reagiert. Kampfflugzeuge attackierten Einrichtungen der Hamas, darunter Ausbildungslager, teilte ein Sprecher der israelischen Regierung in Tel Aviv mit. Die Hamas bestätigte gegenüber der israelischen Zeitung Haaretz die Angriffe. Auch Schmugglertunnel seien zerbombt worden.

Der Anschlag ist der erste seit zwei Jahren in Israel. Eine Frau starb dabei, 30 Menschen wurden verletzt. Die umstrittene Mauer, die Israel an der Grenze zum Gaza-Streifen gezogen hat, galt lange als erfolgreiches Mittel um Terrorakte zu verhindern. Nun hat die Polizei die höchste Terror-Warnstufe ausgerufen.

(Quellen: Haaretz – http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/iaf-strikes-gaza-targets-in-response-to-rocket-fire-on-south-1.351453 & http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/israel-police-on-high-alert-in-wake-of-deadly-jerusalem-bombing-1.351437 / RBB-Info – Radionachrichten)

Written by netzreporter

24. März 2011 at 07:44

Condoleezza Rices Blick auf Nordafrika

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Hinterher gibt man sich immer klüger: Als Außenminister der Vereinigten Staaten besuchte Condoleezza Rice die nordafrikanischen Länder und forderte vergeblich – aber auch nicht sehr energisch – politische Reformen. Vor ihrem Wechsel ins State Department beriet sie George W. Bush in Fragen der internationalen Sicherheit. Nun blickt Condoleezza Rice im Interview mit ZEIT-Herausgeber Josef Joffe zurück. „Man konnte doch damals schon die Sturmwolken sehen. Die Herrscher waren isoliert von ihren Völkern. Sie verweigerten politische und wirtschaftliche Reformen, die das Leben ihrer Bürger hätten verbessern können“, sagt Rice im Nachhinein. Mubarka und andere Potentaten durften dennoch für Milliarden Panzer und Kampfflugzeuge in den USA ordern.

Die USA untenahmen nichts, um der unterdrückten Opposition nachhaltig zu helfen. Dazu sagt Rice wenig, sie spricht lieber über die Versuche der US-Diplomaten, die Welt besser zu machen. Über Bushs große Misserfolge in der Außenpolitik, der immerhin zwei Kriege im Namen von Freiheit und Demokratie führte, sagt sie wenig.

Einen Militäreinsatz in Nordafrika schließt Rice aus. „Nein, wir können nicht intervenieren. Es ist nicht unsere Aufgabe, jedes Dilemma zu lösen, das die Herrscher in dieser Region quält. Das müssen sie selber tun. Aber nicht durch Unterdrückung und Gewehrfeuer in den Straßen.“

Das Kabinett von Bush Junior habe bereits vor fünf Jahren die Demokratie nach Nordafrika bringen wollen: „Wir wollten die USA mit Reformen identifizieren, die langfristig die Demokratie, aber unmittelbar den Dialog zwischen Volk und Herrschern befördern würden. Man weiß aber nie, welcher Funken den Flächenbrand auslöst.“

Rice äußerte sich auch zum Erstarken der Islamisten in den Palästinenser Gebieten. Dies bedeutet nicht, dass die Demokratisierung der Region gescheitert sei: „In Gaza ist Hamas zwar an der Macht, aber die Fatah war keine überzeugende Alternative.“

 (Quelle: Die ZEIT: „Er hat eine Chance verpasst“, auf ZEIT ONLINE)

Die Suche nach den Hintermännern

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Die Terroristen haben ihr Ziel anscheinend erreicht: Mit ihrem Anschlag auf eine koptische Kirche im ägyptischen Alexandria haben sie die christliche Minderheit verunsichert und einige junge Kopten so erzürnt, dass diese Muslime angriffen. Eine Eskalation der Gewalt würde den Hintermänner der Anschläge sicher in den Plan passen. Sie wollen einen Keil zwischen Sunniten und Kopten treiben, die seit Jahrhunderten meist recht friedlich nebeneinander leben.

Wer genau hinter dem Anschlag steckt, ist noch nicht eindeutig geklärt. Da islamistische Internet-Seiten zur Gewalt gegen Kopten aufgerufen haben, sind die Hintermänner vermutlich in al-Qaida nahestehenden Gruppen zu finden. Die ägyptische Regierung beteuert, al-Qaida habe keine Basis in ihrem Land. Das scheint wenig glaubwürdig, da neben Ayman al-Zawahiri, Bin Ladens Stellvertreter, zahlreiche weitere Ägypter für al-Qaida aktiv sind.

Ideologisch steht al-Qaida durchaus den Muslimbrüdern nahe, eine islamistische Gruppe, die auch als Vorbild der Hamas gilt. Im Gegensatz zu den Muslimbrüdern unterhält al-Qaida allerdings keinen Wohltätigkeitszweig und tritt aggressiver auf. Al-Zawahiri etwa kritisiert die Organisation, der er früher selber angehörte, für deren zu laschen Kurs. Dass die Muslimbrüder hinter den Anschlägen stecken, scheint wenig wahrscheinlich.

Deutsche Sicherheitsexperten vermuten, dass al-Qaida auch in Ägypten für das Attentat verantwortlich ist. Im Irak hat der dortige Ableger schließlich Christen mit dem Tod bedroht. In Europa gilt immer noch erhöhte Terrorgefahr für Kopten. Das Bundeskriminalamt habe im Internet Hinweise auf mögliche Anschläge gefunden, sagte eine BKA-Sprecherin. Ob al-Qaida hinter den Seiten steckt, dazu wollte sie nichts sagen. „Gegen die Hintermänner wird ermittelt.“

Israelisches Gericht verurteilt Soldaten

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Ein israelisches Militärgericht hat zwei Soldaten verurteilt, weil sie während des Gaza-Krieges einen neunjährigen Palästinenser als menschliches Schutzschild benutzt haben. Die beiden Infanteristen hatten an der Erstürmung eines Apartments teilgenommen und waren unter Beschuss von Hamas-Kämpfern geraten, schreibt die International Herald Tribune.

Die Soldaten zwangen den Jungen, Plastiktüten zu untersuchen, die vom Militär als mögliche Sprengfallen ausgemacht wurden. Als der Junge eine Plastiktüte nicht öffnen konnte, schoss ein Soldat auf den Beutel, der unmittelbar neben dem Kind stand.

Die Verurteilung der beiden Soldaten (die Höhe des Strafmaßes ist nicht bekannt) ist die erste gerichtliche Aufarbeitung von israelischen Kriegsverbrechen im Gaza-Streifen. Weitere 48 Fälle werden juristisch überprüft. Im Sommer hatten israelische Offiziere das Vorgehen der eigenen Armee im Gaza-Streifen öffentlich gerügt und von Menschenrechtsverletzungen gesprochen.

(Quelle: International Herald Tribune, 4. Oktober 2010)

Written by netzreporter

7. Oktober 2010 at 09:00