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Archive for the ‘Robert Gates’ Category

Obama befördert Petraeus – Gates geht in Rente

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US-Präsident Barack Obama baut anscheinend sein Kabinett um: Verteidigungsminister Robert Gates geht auf eigenen Wunsch in den Polit-Ruhestand. Der Republikaner diente bereits George W. Bush als Verteidigungsminister. Ihm soll der aktuelle CIA-Direktor Leon Panetta nachfolgen, das berichten zahlreiche US-Medien einhellig.

Doch damit ist die Spitzenpersonal-Rochade nicht vorbei. In Washington heißt es, dass Panettas Posten künftig von David Petraeus übernommen werden soll. Der Vier-Sterne-General verantwortet momentan noch die Afghanistan-Mission der Nato.

Petraeus, dem seit langem Karrierepläne in Washington nachgesagt werden, soll das Kommando in Kabul an Generalleutnant John Allen übergeben. Der General hat momentan den Posten des stellvertretenden Kommandeurs des US-Zentralkommandos Centcom inne.

Robert Gates war in seiner Karriere ebenfalls CIA-Chef, bevor er Verteidigungsminister wurde – ob das etwas für Petraeus berufliche Zukunft bedeutet, bleibt offen. Sein Vorgänger als Isaf-Kommandeur, Stanley Mc Chrystal, hatte in einem Interview mit dem Magazin Rolling Stone bereits deutlich gemacht, dass er sich für einen besseren Verteidigungsminister hielt als alle Kandidaten aus der Politik. Petraeus tritt bescheidener auf – ins Pentagon dürfte er aber besser passen als in die CIA-Zentrale nach Langley in Virginia. Der neue Verteidigungsminister ist bereits schon 72 Jahre alt.

Bevor hier weiter spekuliert wird, muss Obama erstmal die Wechsel offiziell bestätigen. Im Sommer, so heißt es, sollen Panetta und Petraeus ihre neuen Aufgaben übernehmen.

(Quellen: http://ml.spiegel.de/article.do?id=759293 / http://www.sueddeutsche.de/politik/obama-personalwechsel-im-pentagon-cia-chef-soll-neuer-verteidigungsminister-werden-1.1089916 / http://edition.cnn.com/2011/POLITICS/04/27/defense.panetta/index.html)

Katholische Kirche prangert Nato-Luftangriff an

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Bis zu 40 libysche Zivilisten sollen bei einem Luftangriff von Nato-Jets auf ein Ziel in Tripolist getötet worden sein. Der Vatikan habe das Vorgehen der Nato angeprangert, schreibt Spiegel Online. Das Verteidigungsbündnis kündigte an, den Vorfall überprüfen zu wollen.

Das libysche Regime hatte zuvor bereits über getötete Zivilisten berichtet. Im Westen war dies als Propaganda abgetan worden. US-Verteidigungsminister Gates hatte Gadhafi vorgeworfen, von den libyschen Soldaten und Söldnern ermordete Menschen gezielt an die Orte amerikanischer Luftangriffe legen zu lassen.

Die Anschuldigung der katholischen Kirche hat nun ein anderes Gewicht. „Die sogenannten humanitären Angriffe haben Dutzende Zivilisten in einigen Vierteln von Tripolis getötet“, sagte Giovanni Innocenzo Martinelli, der Apostolische Vikar von Tripolis, zitiert Spiegel Online die katholische Nachrichtenagentur Fides. Dies habe er von verlässlichen Quellen erfahren.

(Quelle: Spiegel Online – http://ml.spiegel.de/article.do?id=754289 )

Written by netzreporter

31. März 2011 at 14:48

Zahl der Woche – 78 Milliarden weniger für die US-Armee

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Woche 1/2011

Summe in Milliarden Dollar die US-Verteidigungsminister Robert Gates innerhalb von fünf Jahren zusätzlich an Rüstungsausgaben sparen will: 78.

Anzahl der Soldaten, um die die Truppe ab 2015 verkleinert werden soll. 47.000

(Quelle: ZEIT ONLINE – http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-01/USA-militaer-kuerzungen)

Written by netzreporter

7. Januar 2011 at 11:46

„Schürt nicht das Feuer“ – Presseschau zur Koranverbrennung

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Baustelle an Ground Zero

Baustelle an Ground Zero

Seine Gemeinde hat wenige dutzend Mitglieder. In Köln soll er Gelder veruntreut haben. Er wurde verurteilt, weil er sich widerrechtlich mit einem Doktortitel schmückte und bis vor wenigen Tagen kannte ihn kaum jemand auf der Welt: Der evangelikale Pastor Terry Jones hat sich mit der Ankündigung, 20 Ausgaben des Korans in Florida verbrennen zu wollen, weltweit Aufmerksamkeit verschafft.

US-Verteidigungsminister Robert Gates rief ihn an, um den Pastor von dem Plan abzubringen. Präsident Barack Obama verurteilte das Vorhaben der Gemeinde öffentlich. Außenministerin Hillary Clinton warnte vor einem Erstarken der Islamisten durch die Aktion. Und Isaf-Kommandeur David Petraeus sprach von steigender Gefahr für amerikanische und andere ausländische Soldaten in Afghanistan.

Jones kündigte am Donnerstag dann zunächst an, keine Koran-Exemplare am 11. September verbrennen zu wollen – im Gegenzug wolle eine muslimische Gemeinde keine Moschee mehr in der Nähe von Ground Zero bauen. Doch davon will der Imam, der das Bauprojekt leitet, nichts mehr wissen. Er selber hatte mit Jones nicht gesprochen. Jones kündigte nun an, noch mal darüber nachdenken zu wollen, ob er nicht doch den Koran verbrennen wolle.

Der Plant des Pastors sorgte weltweit für Schlagzeilen. Eine kleine Presseschau:

Ein Verbot der Koranverbrennung in den USA sei nicht möglich, schreibt die überregionale niederländische Tageszeitung De Volkskrant. Doch hätten einflussreiche Wortführer in der islamischen Welt die moralische Pflicht, die Wut nicht noch weiter anzustacheln. Die Muslime sollten Pastor Jones als das sehen, was er wirklich sei: Eine traurige Figur ohne nennenswerten Anhang.

The Daily Telegraph aus Großbritannien kommentiert, das Vorhaben Jones sei kein Weg, um gegen den radikalen Islam vorzugehen. La Republica aus Italien kommentiert, es werde dieses Jahr ein 11. September unter Hochspannung sein. Und das liege nicht nur an radikalen Muslimen. In der amerikanischen Gesellschaft machten sich neue anti-islamischen Impulse breit. El Periodico de Catalunya aus Spanien sieht die Gefahr, dass der Plan der Koranverbrennung den ohnehin komplizierten Beziehungen des Westens zur islamischen Welt Schaden zufüge.

Auch die US-Zeitungen beschäftigt das Thema. Die Washington Post schreibt, das 9/11, bisher ein „Tag der nationalen Einheit und des nüchternen Gedenkens“, von den angekündigten Koranverbrennungen überschattet werde. Eine aktuelle Umfrage von Washington Post und ABC News zufolge sind zwei Drittel der Amerikaner gegen den Bau. 49 Prozent der Amerikaner sagten, sie hätten eine „grundsätzlich ablehnende Meinung“ vom Islam; beinahe ein Drittel aller Amerikaner glaubt, der Islam begünstige generell Gewalt.

„Schürt nicht das Feuer“, fordert die Los Angeles Times in einem Editorial sowohl von Pastor Jones als auch von den Gegnern des Islamischen Zentrums in Manhattan. Jones predige den Hass gegen eine gesamte Religion; das Islamische Zentrum wolle die Toleranz zwischen den Religionen fördern. Die Verbrennung des Korans spiele nur den Terroristen in die Hände, die Amerika der Kriegsführung gegen den Islam bezichtigten.

Auch in Russland schreiben Zeitungen über den Pastor: Sollte Terry Jones sein Vorhaben wahrmachen, würden die Bilder brennender Koranbücher eine beispiellose Welle des Amerikahasses in vielen muslimischen Ländern hervorrufen, deren Regierungen die Stimmung der „Straße“ nicht ignorieren könnten, warnt Rossijskaja Gaseta. Die Provokation des Pastors würde Extremisten noch mehr Zulauf bescheren und Obamas Bemühungen, das Ansehen der USA in den arabischen Ländern zu verbessern, zunichte machen.

Mit einem Schlag vergessen wären dann der Abzug aus Irak und die Schließung von Guantánamo. Besonders gefährlich werde die Aktion von Jones dadurch, dass man sie nicht offiziell verbieten könne. Der 11. September stehe für einen furchtbaren Terroranschlag, aber den Koran zu verbrennen sei auch eine Art von Terrorismus, wenn auch nur symbolischer Art. Entgegentreten lasse sich dem Terror jedoch nur durch gemeinsames, solidarisches Handeln aller Kulturen. Dass man Islam und Terrorismus nicht gleichsetzen dürfe, erkenne man sofort, wenn man den Koran aufschlage. Die Islamisten gelte es zu bekämpfen, nicht den Islam.

Pentagon hängt Führungskräften den Maulkorb um

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Das US-Verteidigungsministerium zieht Konsequenzen aus dem Vorfall um General Stanley McChrystal. Interviews müssen künftig vorab mit dem Pentagon abgesprochen werden.

Gates zeigte sich „betroffen“, dass beim amerikanischen Militär ein „laxer“ Umgang mit der Presse Einzug genommen habe und Vorgaben der politischen Führung missachtet würden. Der Verteidigungsminister warnte, dass er die Weitergabe von geheimen Informationen nicht tolerieren werde und die Verantwortlichen belangt würden.

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Written by netzreporter

4. Juli 2010 at 23:00