Terror-Blog

Vernetzte Sicherheit, Steitkräfte, Internationale Politik

Archive for the ‘Thomas de Maizière’ Category

Veteran erstreitet Hilfe für verwundete Soldaten

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Das Land schickt seine Soldaten in gefährliche Einsätze. Aber was tut es für sie, wenn sie Hilfe brauchen? Robert Sedlatzek-Müller kehrte traumatisiert aus Afghanistan heim. Lange kämpfte er um seine Versorgung und erstritt ein neues Gesetz.

Von Hauke Friederichs

Die Straßen sind noch leer, um kurz nach sechs Uhr morgens. Sie kommen gut voran, die zwei Männer in ihrem Auto, beide trinken Kaffee, den sie in einer Hamburger Bäckerei gekauft haben. Tief schwarz und mit viel Zucker, wie immer.

Auf der Autobahn 24 passieren sie Ludwigslust, Herzsprung, Kremmen. Das Navigationsgerät zeigt die Route an, Sedlatzek-Müller schaut selten darauf, die Strecke nach Berlin kennt er mittlerweile auswendig, so oft war er in den vergangenen Monaten in der Hauptstadt, bei parlamentarischen Abenden, Debatten im Bundestag und Gesprächen im Verteidigungsministerium.

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Deutschlands peinliche Revolutionshelden

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Die Bundesregierung wollte keine Bomber nach Libyen schicken – und behinderte damit den Krieg der Nato-Verbündeten gegen Gaddafis Truppen. Kaum ist Gaddafi gestürzt, bietet Berlin nun Bundeswehrsoldaten für einen Bodeneinsatz an, den niemand plant.

Von Hauke Friederichs

In Tripolis ratterten noch die Maschinengewehre und die Granaten schlugen in Häusern ein, da meldete sich bereits im fernen Berlin der deutsche Außenminister zu Wort. Guido Westerwelle forderte Muammar al-Gaddafi auf, sich zu ergeben. Dann verlangte der FDP-Politiker, Libyens langjähriger Machthaber müsse vor ein internationales und faires Gericht gestellt werden. Schließlich bot er dem libyschen Volk Hilfe für den Wiederaufbau an und schloss einen Einsatz von deutschen Soldaten dabei nicht aus.

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Das Freiwilligen-Dilemma der Bundeswehr

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Erst kamen weniger als gewollt, dann gingen bereits zahlreiche Freiwillige wieder. Das Personalproblem der Bundeswehr spitzt sich zu.

Von Hauke Friederichs

Die Bundeswehr hat den Beginn ihrer neuen Epoche, den Start der Berufsarmee, mit großem Aufwand inszeniert: Verteidigungsminister Thomas de Maizère begrüßte in der Berliner Julius-Leber-Kaserne mehr als 100 der neuen Freiwilligen Wehrdienstleistenden persönlich per Handschlag. Er lobte ihren Einsatz für das Vaterland, ihre Bereitschaft, Deutschland zu dienen. Und beim öffentlichen Gelöbnis vor dem Reichstag sprach der Bundespräsident zu den Rekruten. „Unser Land hat Ihren Einsatz verdient, unser Land ist Ihren Einsatz wert“, gab Christian Wulff den 450 angetretenen Freiwilligen mit auf dem Weg.

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General Allen übernimmt das Isaf-Kommando

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Der amerikanische General John R. Allen hat das Kommando über die Internationale Schutztruppe (Isaf) übernommen. Er löst General David Petraeus ab, der in wenigen Tagen die Leitung des US-Geheimdienstes CIA übernehmen wird.

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De Maizières Freiwillige

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Der CDU-Mann begrüßt die ersten Rekruten nach Abschaffung der Wehrpflicht. Er spricht von Ehre, sie von Berufschancen.

Von Hauke Friederichs

Berlin – Für die Neuen hat der Minister einige altehrwürdige Begriffe parat. Thomas de Maizière spricht bei der Begrüßung der ersten neuen Bundeswehr-Freiwilligen von „dienen“, „Kameradschaft“, „Stolz“, „Patriotismus“ und „Ehre“. Er steht im dunkelblauen Anzug vor dem Gebäude der Berliner Julius-Leber-Kaserne, vor ihm warten in einer langen Reihe die künftigen Soldaten. Von den 158 Freiwilligen, die heute in Berlin zum Dienst antreten, kommen 123 zum Wachbataillon, das bei Staatsempfängen antritt.

„Guten Morgen. Wie heißen Sie?“, ruft der Minister dem Ersten entgegen. Jeden begrüßt er mit Handschlag. Die künftigen Freiwilligen, in ziviler, sportlicher Kleidung, mit Reisetaschen in der Hand, die meisten mit kurz geschorenen Haaren, gehen einzeln auf den Politiker zu.

Allen stellt de Maizière einige Fragen. Die Rekruten bleiben kurz angebunden. Der leibhaftige Minister, zahlreiche Fernsehkameras und Mikrofone wirken einschüchternd. „Aufgeregt?“, fragt der Minister einen Freiwilligen. „N’ bisschen“, sagt der. „Können Sie auch sein“, erwidert de Maizière und lächelt.

Der Minister steht vor einer blauen Werbebande, in weißer Schrift stehen drei Wörter darauf: „Wir. Dienen. Deutschland“. Das sei der „Kern der neuen Kernbotschaft“, sagt de Maizière. Sein Haus habe die Kampagne selber entwickelt, ohne professionelle Agentur. An das Werben muss sich das Verteidigungsministerium erst noch gewöhnen: Seit dem 1. Juli, seit dem Ende der Wehrpflicht, komme kein junger Mann mehr automatisch zur Armee. „Am Freitag hat die Bundeswehr aufgehört zu existieren als Wehrpflichtarmee“, sagt der Verteidigungsminister.

Tatsächlich stellt die Abschaffung der Wehrpflicht nach fast 55 Jahren und knapp acht Millionen Wehrdienstleistenden eine Zäsur für die Truppe dar. 15 000 Freiwillige wollte die Bundeswehr ursprünglich anwerben. De Maizière hatte die Erwartung dann auf 5000 gesenkt. 3419 neue Freiwillige, darunter 44 Frauen sind es nun. Gemeinsam mit rund 10 000 ehemaligen Wehrpflichtigen, die nach ihrer sechsmonatigen Dienstzeit verlängert haben, kommt die Bundeswehr momentan auf 13 916 Freiwillige. Alles in allen sei dies erfreulich, urteilt de Maizière. „Wir müssen uns anstrengen, dass die Zahlen künftig so bleiben.“

(…)

(Den ganzen Artikel aus dem Tagesspiegel finden Sie unter: http://www.tagesspiegel.de/politik/de-maizieres-freiwillige/4356628.html )

Verteidigungsminister de Maizière begrüßt die ersten Freiwilligen

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Die ersten Freiwilligen treten heute ihren Dienst in der Bundeswehr an. Die Wehrpflicht gehört nun endgültig zur deutschen Militärgeschichte. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière begrüßt am Montagmorgen in der Berliner Julius-Leber-Kaserne die ersten der rund 3.500 Freiwilligen – darunter 44 Frauen, die für den Dienst geworben wurden.

Insgesamt gibt die Bundeswehr die Zahl der Freiwilligen mit mehr als 13.000 an – darin eingerechnet sind aber bereits aktive Freiwillig Länger Dienende (FWDL), also Wehrpflichtige, die ihren Dienst vor dem Ende des Zwangsdienstes auf bis zu 23 Monate verlängert haben, sowie rund 5700 der letzten Wehrpflichtigen, die ebenfalls länger als sechs Monate bei der Truppe bleiben wollen. Im Oktober sollen weitere 1.500 Freiwillige dazu kommen.

(Quelle: BMVg)

Blogs, Bundeswehr und die Sicherheitspolitik

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Die Mehrheit der Deutschen lehnt den Bundeswehreinsatz in Afghanistan ab – doch über das Für und Wider der Mission im Hindukusch wird in der Öffentlichkeit fast nur gesprochen, wenn im Bundestag die Mandatsverlängerung ansteht oder Soldaten fallen.

Ist das im Internet besser? Findet hier eine intensive Auseinandersetzung mit der deutschen Sicherheitspolitik statt? Einer der es wissen muss, sagt Nein: Wie im Alltag führe die sicherheitspolitische Diskussion auch im Internet ein Nischendasein, zieht Thomas Wiegold im Interview mit dem Magazin Kompass eine nüchterne Bilanz. „Die Zahl der Menschen, die sich dafür interessieren, ist sehr gering.“

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