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Archive for the ‘Entwicklungshilfe’ Category

Deutschland unterstützt Zerstörung von Kleinwaffen in Libyen

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Das meistverkaufte Sturmgewehr der Welt: Die AK-47 des russischen Ingenieurs Kalaschnikow

Das meistverkaufte Sturmgewehr der Welt: Die AK-47 des russischen Ingenieurs Kalaschnikow

Erst wurden deutsche Waffen an Gaddafi und später an die Rebellen geliefert, nun will die Bundesregierung mit 750.000 Euro ein Programm zur Abrüstung in Libyen finanzieren – das berichter der Blog Bombengeschäfte. Deutschland unterstütze die Sicherung und Zerstörung von Kleinwaffen – darunter auch schultergestützte Boden-Luft-Raketen, sogenannte MANPADS, teilte das Auswärtige Amt am Montag.

Libysche und internationale Spezialisten sollen Lager von Kleinwaffen und Munition aufspüren, diese sichern und sie vernichten. Die
unkontrollierte Weitergabe oder Verbreitung dieser Waffenbestände müsse unbedingt verhindert werden, schrieb das Auswärtige Amt in einer Presseerklärung.

Deutschland hat bereits in diesem Jahr Projekte zum Minenräumen und zur Zerstörung von 500.000 noch nicht verlegten Landminen in Libyen mit fast  900.000 Euro unterstützt. Bei der Zerstörung von Kleinwaffen, welche die Schweizer Nichtregierungsorganisation Fondation Suisse de Déminage koordiniert, will sich Deutschland eng mit den Amerikanern und anderen Nato-Partnern abstimmen.

Dank amerikanischer, französischer und britischer Luftunterstützung hatten die libyen Rebellen zunächst Gaddafis Truppen aus dem Osten des Landes vertrieben und dann Tripolis eingenommen und letztlich die Geburtsstadt des früheren Diktators, Sirte, angegriffen. Bei der Eroberung von Tripolis haben die Kämpfer des Übergangsrates zahlreiche Waffenlager Gaddafis geplündert und darin auch deutsche Sturmgewehre der Firma Heckler & Koch vom Typ G36 gefunden. Die Gewehre sollen aus einer Lieferung an Ägypten stammen. Wie die G36 dann an Gaddafi landeten, ist noch nicht endgültig geklärt.

Waffen aus Libyen sollen bereits über Ägypten in den Gaza-Streifen geschmuggelt worden sein. Die Hamas könnte sie bei Anschlägen auf Ziele in Israel verwenden oder an andere Terrorgruppen weitergeben.

(Quelle: Bombengeschäfte)

Bei Gefechten in Südafghanistan werden Gebäude der GIZ getroffen

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Bei Gefechten in der südafghanischen Stadt Tarin Kowt wurden Gebäude der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beschädigt. Bei den „gewaltsamen Auseinandersetzungen“ in der Provinzhauptstadt seien aber keine Mitarbeiter zu Schaden gekommen, teilte die GIZ am Donnerstagabend mit. Die neun deutschen GIZ-Angestellten und 20 lokalen Kräfte in der Provinz Urusgan befänden sich in Sicherheit. Eine Evakuierung sei derzeit nicht geplant.

(Quelle: GIZ)

Written by netzreporter

28. Juli 2011 at 20:16

Die heikle Mission des Sagib Ullah Khan Chamkani

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Eine Ärztin zeigt die Gesundheitsstation im pakistanischem Dorf Chamkani

Eine Ärztin zeigt die Gesundheitsstation im pakistanischem Dorf Chamkani

Pakistan beherbergt weltweit die meisten Flüchtlinge. Seine Politiker wollen jetzt tausende Afghanen zur Rückkehr bewegen – doch die fürchten Krieg und Armut.

Von Hauke Friederichs

Sagib Ullah Khan Chamkani geht auf die neue Gesundheitsstation zu und lächelt, obwohl er weiß, dass es wieder Streit geben wird. Der Abgeordnete des Provinzparlaments von Khyber Pakhtunkhwa ist ein wichtiger Mann, er darf bei dem Festakt zur Einweihung der Station im pakistanischen Dorf Chamkani, rund 60 Kilometer von der afghanischen Grenze entfernt, nicht fehlen. Die Gesundheitsstation soll das Leben der Flüchtlingsfamilien aus Afghanistan verbessern. Von 25 000 Einwohnern in Chamkani kommen 10 000 aus Afghanistan. Viele der Flüchtlinge sind arm, sie haben in 30 Jahren Krieg alles verloren. Die afghanischen Männer verdingen sich als Tagelöhner, andere verkaufen als Straßenhändler Obst und Gemüse.

Viele Flüchtlinge leben auch nach Jahren noch in Lagern. Dennoch geht es ihnen hier besser als in der Heimat. Rund 1,9 Millionen Afghanen leben nach dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Pakistan. Kein Land auf der Welt beherbergt mehr Flüchtlinge.

Vor dem länglichen, eingeschossigen, einfach gemauerten Gebäude, das eine hohe Lehmmauer umgibt, parken gepanzerte Jeeps, japanische Geländewagen und Pick-Ups der Polizei. Gäste aus Islamabad und der Provinzhauptstadt Peschawar sind gekommen, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Politiker wie Sagib Ullah Khan Chamkani. Er wurde hier als Sohn eines einflussreichen, wohlhabenden Clans geboren. Die Ältesten begrüßen ihn respektvoll, als er den Innenhof des Zentrums betritt.

Allein in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa leben 1,4 Millionen Afghanen. Die Region hieß bis vor zwei Jahren schlicht Nord-West-Grenzprovinz, weil sie im Norden an Afghanistan und im Westen an die halbautonomen Stammesgebiete stößt. Die Taliban sind stark in der Region. Die pakistanische Regierung schickte vor zwei Jahren die Armee, um die Radikalen zu vertreiben. Seitdem greifen Selbstmordattentäter immer wieder Kasernen und Polizeistationen an. Die afghanischen Flüchtlinge fühlen sich hier dennoch sicherer als in Afghanistan.

Sagib Ullah Khan Chamkani und andere Politiker der Awami National Party, eine der wenigen säkularen Parteien Pakistans, wollen Tausende von ihnen zur freiwilligen Rückkehr überzeugen. Einfach wegjagen kann Pakistan sie nicht. Denn auf Druck der Vereinten Nationen und der wichtigsten Geberländer gewährte das Land den ungeliebten Gästen bis zum März 2013 Asyl.

Der Abgeordnete geht lächelnd auf eine Gruppe afghanischer Männer zu und beginnt ein Gespräch. Vor ihm steht, schwer auf einen Stock gestützt, ein alter Mann. Der Graubärtige schüttelt den Kopf, als er den Politiker über die Rückkehr der Flüchtlinge nach Afghanistan reden hört. Die harte Arbeit, das karge Leben haben seinen Rücken gebeugt – aber nicht seinen Willen. „Nein“, flüstert er, dann wird er lauter: „Nein“. Seit fast 30 Jahren leben er und seine Familie in Pakistan. Zurück nach Afghanistan wolle er auf keinen Fall. Seine Stimme überschlägt sich beim Sprechen. Andere Männer beruhigen ihn. Sagib Ullah Khan Chamkani lächelt gegen den Zwist an. Sein Lächeln weicht auch nicht, als er über den Starrsinn der Alten schimpft. „Ihr könnt nicht für immer bleiben“, wiederholt er und seufzt. Als süßer Chai-Tee und klebriges Gebäck serviert werden, endet die Diskussion. Sagib Ullah Khan Chamkani wirkt erleichtert und wischt sich mit einem Stofftuch Schweiß und Schmutz von der Stirn – und sein Lächeln gleich mit.

(…)

(Den ganzen Artikel finden Sie auf Tagesspiegel.de)

Written by netzreporter

24. Juni 2011 at 10:46

Niebel besucht erneut Afghanistan

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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel besucht erneut Kabul. Nach einer Visite in Pakistan war der FDP-Politiker nach Afghanistan  weiter gereist. Er trifft unter anderen den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai und den Finanzminister.

Unter Niebel hatte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erstmals die Hilfsgelder in zwei Tranchen aufgeteilt – die zweite Summe von 110 Millionen Euro werden erst freigeben, wenn Afghanistan festgelegte Ziele erreicht hat.

Deutschland ist mit bis zu 430 Millionen Euro pro Jahr geleisteter ziviler Hilfe  größter europäischer Geber in Afghanistan.

(Quelle: BMZ)

Written by netzreporter

19. Juni 2011 at 10:04

Wie Ingenieur Saeyd den Bergen eine Straße abringt

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Arbeiter bauen eine Straße in Nordafghanistan

Arbeiter bauen eine Straße in Nordafghanistan

In Badakhshan plant ein afghanischer Ingenieur im deutschen Auftrag Straßen. Dörfer werden so erstmals an die Provinz angebunden und weitere Entwicklungshilfe möglich.

Von Hauke Friederichs, Faisabad

Kleine Lawinen poltern den Hang herab. Zwölf Arbeiter mit Tüchern vor dem Gesicht und großen Schaufeln in den Händen katapultieren Schutt den Berghang hinunter. Sie ringen dem Gebirge eine einfache, schmale Straße ab. Mit Stahlstangen wuchten sie helle, autoreifengroße Steine in die Schlucht hinunter. Grau-braune Sandhaufen und abgesprengte Gesteinssplitter schieben sie mit Schaufeln hinterher. Mancher Arbeiter steht so dicht am Abhang, dass ein Stück seiner Sandalensohle über den Abgrund hinausragt.

Den Rest des Beitrags lesen »

Written by netzreporter

22. April 2011 at 13:53

Niebel besucht Afghanistan

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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel ist in Afghanistan eingetroffen. Der FDP-Politiker will während seiner Reise einige von Deutschland finanzierte Projekte besuchen und afghanischen Partner treffen.

Seit 2009 hat die Bundesregierung die Entwicklungsausgaben für Afghanistan auf bis zu 430 Millionen Euro jährlich deutlich erhöht. Die Projekte des Ministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seien ein Erfolg, sagt der Minister. Rund 85.000 Haushalte hätten einen verbesserten Trinkwasserzugang erhalten, mehr als 42.000 Afghanen profitierten von Mikrokrediten. Rund 1000 Bedienstete des Justizsektors seien fortgebildet, 117 Kilometer Straßen und neun Kleinwasserkraftwerke gebaut worden.

Trotz der Milliardenzahlungen westlicher Länder gehört Afghanistan zu den ärmsten, korruptesten und unsichersten Ländern der Welt. Letzteres wegen Angriffen und Terroranschlägen der Taliban und anderer Gruppen.

Vor wenigen Tagen nannte der afghanische Präsident Hamid Karsai die Regionen, in denen die Sicherheitskräfte seines Landes künftig die Verantwortung von der Isaf übernehmen werden. Dazu gehört auch Masar-i-Scharif im Regionalkommando Nord, das von der Bundeswehr geleitet wird. Dort liegt ein deutscher Schwerpunkt der Entwicklungshilfe. In Masar-i-Scharif beginnt Niebel viertägige Reise.

Zitat der Woche – Niebel zum Libyeneinsatz

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Woche 12/2011

„Man sollte wissen, wie man ein militärisches Engagement wieder beendet, bevor man es beginnt.“

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel zum Libyen-Einsatz der Koalition der Willigen unter Führung der Amerikaner und Franzosen. Im Interview mit dem Tagesspiegel sagte er zudem, wer in Libyen interveniere, müsse dies auch im Jemen tun.

(Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/man-sollte-wissen-wie-man-einsaetze-beendet/3982626.html )

Written by netzreporter

27. März 2011 at 18:17