Terror-Blog

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Archive for the ‘Presseschau’ Category

Somalischer Selbstmordattentäter mit amerikanischen Wurzeln

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In Somalia und Kenia haben die Islamisten der al-Shabab mehrfach Selbstmordattentäter eingesetzt, die in den USA aufgewachsen sind. Die jungen Männer hatten eine Perspektive, sprachen Englisch, waren meist gut gebildet – sie widersprechen der These des chancenlosen Jugendlichen, der sich auf Grund seiner schlechten Lebensumstände eine Sprengstoffweste umschnallt.

Vor den in den Vereinigten Staaten aufgewachsenen Terroristen haben die amerikanischen Sicherheitskräfte völlig zu Recht am meisten Angst. Anschläge, die von Einzeltätern oder Kleingruppen in den USA geplant werden, sind schwer zu verhindern. Die New York Times stellte einen dieser „homegrown terrorists“ vor.

(Quelle: http://mobile.nytimes.com/article;jsessionid=CAE215B5C0ABD8C78CE21AF0664841F6.w5?a=860873&f=110)

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Reaper-Drohnen starten von Äthiopien aus

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Sie sind Amerikas wichtigste und umstrittenste Waffe im Kampf gegen den internationalen Dschihadismus. Mit Drohnen machen das CIA und die amerikanische Luftwaffe Jagd auf al-Qaida-Führer und Taliban-Kämpfer in Pakistan und Afghanistan. Auch in Somalia und im Jemen setzen die Amerikaner die unbemannten Kampfflugzeuge vom Typ Reaper und Predator ein.

In Äthiopien hat die US-Luftwaffe eine Basis für die Drohnen aufgebaut, sie starten dort von einem zivilen Flughafen aus, berichtet die Washington Post. Die Armee soll die Landebahn ausgebaut und den Flughafen modernisiert haben.

9/11 und kein Ende

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Kurz vor dem zehnten Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon gibt es kaum ein Magazin am Kiosk das nicht den 11. September zum Titelthema gemacht hat, Fernsehsender bringen fast jeden Abend Dokumentationen und Radiostationen senden Feature und Hintergrundberichte. Auch im Internet finden sich viele gute Artikel, Filme und Slideshows. Eine kleine Auswahl:

National Geographic: Remembering 9/11 – Ein opulentes Special zu den Anschlägen der al-Qaida und deren Folgen.

Guardian: The 9/11 Decade – Die Online-Redaktion der britischen Tageszeitung arbeitet detailliert auf, wie sehr der Angriff auf Amerika die Welt – und Großbritannien – verändert hat.

Spiegel Online: Zehn Jahre danach. Der Spiegel war in Deutschland bei den Recherchen zum 11. September der Konkurrenz in Deutschland meist mindesten eine Ausgabe voraus. Spiegel Online hat Geschichten aus zehn Jahren zusammengetragen – natürlich auch die neuen Artikel aus den vergangenen Wochen. Lesenswert ist auch: „Die Furcht der Therapeutin“ von Marc Pitzke.

Stern: Der 11. September. Das aktuelle Heft hat einen Schwerpunkt zu 9/11. Stern.de bringt ein Interview mit dem früheren Bundesminister Otto Schilly, der sich heute im Flugzeug sicherer fühlt als vor zehn Jahren.

Tagesspiegel: Die Tageszeitung aus Berlin beschäftigt sich mit den zahlreichen Mythen, Legenden und Verschwörungstheorien rund um den 11. September.

New York Times: Bill Keller beschreibt den 11. September aus Sicht eines Journalisten: „My Unfinished 9/11 Business“.

Regierung lobt sich selbst für Weltsicherheitsratsvorsitz

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Nach einem Monat hat Deutschland den Vorsitz des Weltsicherheitsrats am Wochenende routinemäßig wieder abgegeben – außer der Aufnahme des Südsudans in die UN gab es in den 31 Tagen keine Höhepunkte. Die Bundesregierung stellt sich selbst dennoch Bestnoten aus.

Auch Rainer Stinner, außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion lobt die Arbeit des liberalen Außenministers: „Deutschland hat einen sehr erfolgreichen Vorsitz im Weltsicherheitsrat absolviert. Der Höhepunkt war sicherlich die Aufnahme des Südsudans unter der Präsidentschaft von Bundesaußenminister Westerwelle.“

Die Kommentatoren in den Medien sehen das allerdings ganz anders:
„Deutschlands Vorsitz im Weltsicherheitsrat endete so unspektakulär, wie er begonnen hatte. Einziger Höhepunkt: Die Aufnahme des Südsudan in die UNO“, kommentiert der Deutschland Funk. Außenminister Westerwelle habe dazu keinerlei Verhandlungsgeschick nötig gehabt, so leicht mache es sich die UN mit der Aufnahme neuer Mitglieder. „Westerwelle hätte mindestens ein weiteres Mal nach New York reisen müssen, als das Ausmaß der Hungersnot in Ostafrika offenbar wurde.“

Auch NDR-Info zieht kein euphorisches Fazit der deutschen Ratspräsidentschaft. „Sichtlich stolz war Außenminister Westerwelle, als er höchstpersönlich nach New York reiste, um für zwei Tage den Vorsitz im Sicherheitsrat zu übernehmen“, kommentiert Claudia Sarre. „Der Minister präsentierte sich so, wie die deutsche Außenpolitik: Vermittelnd, friedfertig und etwas blass. Immerhin hat er seine Aufgabe als Zeremonienmeister mit dem Hämmerchen im Rahmen seiner Fähigkeiten ordentlich erledigt.“

Versagt habe der Sicherheitsrat unter dem Vorsitz Deutschlands allerdings in Sachen Syrien, da eine UN-Resolution gegen den syrischen Machthaber scheiterte.

(Quellen: FDP-Bundestagsfraktion, Bundespresseamt, Deutschland Funk, NDR)

Al-Qaidas Online-Magazin sucht verzweifelt nach Erfolgen

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Die vergangenen Monaten waren für al-Qaida sicherlich die schwersten in der Geschichte des Terror-Netzwerks. In Pakistan erschossen US-Soldaten der Sondereinheit Navy Seals dessen Gründer und Mastermind Osama bin Laden, in Pakistan wurden namhafte al-Qaida-Unterstützer getötet, die Regierung in Islamabad scheint endlich härter gegen Extremisten vorzugehen.

Dennoch versucht dasOnline-Magazin der al-Qaida mit dem klangvollen Titel Inspire, aus dem Tod des Anführers und den anderen Rückschlägen Erfolge zu machen. Für Wired hat Spencer Ackerman die Rhetorik der al-Qaida-Presseabteilung unter die Lupe genommen: Inspire erkläre bin Laden zum Märtyrer, dabei sei der Terrorist gar nicht im Kampf gestorben sondern habe versucht sich vor Amerika zu verstecken.

(Quelle: Wired)

Der Streit um deutsche Rüstungsexporte geht weiter

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Nach dem umstrittenen Deal zwischen deutschen Rüstungsherstellern und der saudischen Regierung über die Lieferung von 200 Leopard-2-Kampfpanzern, die der Bundessicherheitsrat anscheinend genehmigt hat, empört nun ein anderes Großgeschäft die Opposition. Cassidian, eine Tochter des europäischen Rüstungsriesen Eads, errichtet in Saudi-Arabien an den Grenzen zum Jemen und Irak eine Schutzanlage. Deutsche Bundespolizisten bilden gleichzeitig die saudischen Grenzer aus und bekommen eine Auslandszulage von Eads gezahlt – darüber hatte der MDR und auch der Tagesspiegel schon vor Wochen berichtet. Fakt hatte Videobilder ausgestrahlt die zeigen, wie deutsche Ausbilder den Häuserkampf lehren.

Nun hat das Magazin Stern weitere Details genannt – etwa, dass die deutschen Beamten auch Schießtraining anbieten müssen – und die Linkspartei auf den Plan gerufen: „Die Bundesregierung agiert nach bekanntem Muster. Vorbei an allen parlamentarischen Gremien modernisiert die EADS-Tochter Cassidian die Grenzsicherungsanlagen Saudi-Arabiens“, schreibt die Parteivorsitzende Gesine Lötzsch in einer Pressemitteilung. „Bundespolizisten werden zu Exporthelfern deutscher Rüstungskonzerne gemacht, und die Kanzlerin bietet Waffen feil.“

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich verteidigte die Ausbildung der saudischen Grenzer: „Ich glaube, dass es richtig ist, dass unsere Bundespolizisten den saudischen Kräften beibringen, wie man unter rechtsstaatlich sauberen und zeitgemäßen Anforderungen die Grenzsicherung übernimmt“, zitiert ihn Süddeutsche.de. Nach der angekündigten Patrouillenbootlieferung an Angola hat Angela Merkel nun drei umstrittene Rüstungsgeschäfte zu erklären. Die politische Sommerpause dürfte für die Kanzlerin ungewohnt hitzig werden.

(Quellen: Fakt (5. April), Fakt (1. Juni), Tagesspiegel (30. Mai), Zeit Online (2. April))

Obamas Mittelweg – Außenpolitik ohne Interventionen

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Ausführlich widmen sich die Kommentatoren in den großen Tageszeitungen dem angekündigten Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus Afghanistan. Einhellige Meinung ist, dass US-Präsident Barack Obama die ersten rund 33.000 Soldaten wegen der im kommenden Jahr anstehenden Wahl frühzeitig nach Hause holt. Eine kleine Presseschau:

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