Terror-Blog

Vernetzte Sicherheit, Steitkräfte, Internationale Politik

Archive for the ‘Israel’ Category

Obama forciert Drohnenangriffe

leave a comment »

Unter dem Friedensnobelpreisträger Barack Obama fliegt die US-Armee so viele Luftangriffe wie nie zuvor. Die UN warnen vor zivilen Opfern.

Von Hauke Friederichs

Berlin – Sie sind Amerikas Antwort auf den islamistischen Terrorismus: Predator und Reaper. Mit diesen mit Raketen und Bomben bestückten Drohnen machen die Luftwaffe und der Geheimdienst CIA Jagd auf Al Qaida und Taliban. Zunehmend werden die Drohnen nicht mehr nur zur Aufklärung, sondern zu Kampfeinsätzen genutzt. US-Präsident Barack Obama spricht anders als sein Vorgänger George W. Bush nicht von einem „globalen Krieg“ gegen Terror. Aber er ist alles andere als zimperlich. Mit Kampfdrohnen und geheimen Kommandos geht er gegen Amerikas erklärte Staatsfeinde vor, und das auch außerhalb der definierten Kampfzonen Irak und Afghanistan.

Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Gefangenenaustausch zwischen Israel und Hamas beginnt

leave a comment »

Die palästinensischen Extremisten von der Hamas haben den vor fünf Jahren entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit freigelassen. Der 25-Jährige soll nach Medieninformationen bereits in Ägypten eingetroffen sein. Im Gegenzug ließ Israel 477 Palästinenser frei, die wegen geplanter und durchgeführter Anschläge und anderer Verbrechen verurteilt worden waren, aus der Haft frei. Die Männer wurden ägyptischen Behörden übergeben.

Der Gefangenaustausch wurde Dank ägyptischer und auch deutscher Vermittlung möglich. Ein Agent des Bundesnachrichtendienstes (BND) hatte mit beiden Seiten Gespräche geführt. In Israel hatte es Proteste gegen den Austausch gegeben, da auch Terroristen in die Freiheit gelangen sollen, die mit Bomben und Raketen für den Tod dutzender Israelis verantwortlich sind oder Attentate von Selbstmordattentätern geplant und vorbereitet haben. Angehörige hatten vergeblich vor Israels höchsten Gericht gegen den Austausch geklagt.

Wenn Gilad Schalit zurück in Israel ist, sollen 550 weitere Palästinenser freigelassen werden.

(Quellen: ARD, NDR-Info, Spiegel Online – http://ml.spiegel.de/article.do?id=792352)

Written by netzreporter

18. Oktober 2011 at 08:56

Deutschland unterstützt Zerstörung von Kleinwaffen in Libyen

leave a comment »

Das meistverkaufte Sturmgewehr der Welt: Die AK-47 des russischen Ingenieurs Kalaschnikow

Das meistverkaufte Sturmgewehr der Welt: Die AK-47 des russischen Ingenieurs Kalaschnikow

Erst wurden deutsche Waffen an Gaddafi und später an die Rebellen geliefert, nun will die Bundesregierung mit 750.000 Euro ein Programm zur Abrüstung in Libyen finanzieren – das berichter der Blog Bombengeschäfte. Deutschland unterstütze die Sicherung und Zerstörung von Kleinwaffen – darunter auch schultergestützte Boden-Luft-Raketen, sogenannte MANPADS, teilte das Auswärtige Amt am Montag.

Libysche und internationale Spezialisten sollen Lager von Kleinwaffen und Munition aufspüren, diese sichern und sie vernichten. Die
unkontrollierte Weitergabe oder Verbreitung dieser Waffenbestände müsse unbedingt verhindert werden, schrieb das Auswärtige Amt in einer Presseerklärung.

Deutschland hat bereits in diesem Jahr Projekte zum Minenräumen und zur Zerstörung von 500.000 noch nicht verlegten Landminen in Libyen mit fast  900.000 Euro unterstützt. Bei der Zerstörung von Kleinwaffen, welche die Schweizer Nichtregierungsorganisation Fondation Suisse de Déminage koordiniert, will sich Deutschland eng mit den Amerikanern und anderen Nato-Partnern abstimmen.

Dank amerikanischer, französischer und britischer Luftunterstützung hatten die libyen Rebellen zunächst Gaddafis Truppen aus dem Osten des Landes vertrieben und dann Tripolis eingenommen und letztlich die Geburtsstadt des früheren Diktators, Sirte, angegriffen. Bei der Eroberung von Tripolis haben die Kämpfer des Übergangsrates zahlreiche Waffenlager Gaddafis geplündert und darin auch deutsche Sturmgewehre der Firma Heckler & Koch vom Typ G36 gefunden. Die Gewehre sollen aus einer Lieferung an Ägypten stammen. Wie die G36 dann an Gaddafi landeten, ist noch nicht endgültig geklärt.

Waffen aus Libyen sollen bereits über Ägypten in den Gaza-Streifen geschmuggelt worden sein. Die Hamas könnte sie bei Anschlägen auf Ziele in Israel verwenden oder an andere Terrorgruppen weitergeben.

(Quelle: Bombengeschäfte)

Gewalt im Nahen Osten eskaliert

leave a comment »

Acht tote israelische Zivilisten, fünf tote ägyptische Grenzpolizisten und mindestens 16 tote palistinänsische Hamas-Anhäger sowie Unbeteiligte im Gaza-Streifen – der Plan von islamistischen Terroristen, mit Anschlägen auf Israel einige Monate der Ruhe zu beenden, ist aufgegangen. Am Donnerstag hatten Terroristen in der Nähe zur ägyptischen Grenze israelische Busse und Autos mit automatischen Waffen und Panzerabwehrraketen beschossen. Israelische Sondereinheiten der Polizei nahmen die Verfolgung auf und töteten die Angreifer.

Den Rest des Beitrags lesen »

Zahl der Woche – Israel verurteilt 800 minderjährige Palästinenser

leave a comment »

Woche 30/2011

Zahl der von Anfang 2005 bis Ende 2010 in Israel vor Militärgerichte gestellten und wegen Steinewerfens verurteilten minderjährigen Palästinenser nach Angaben der israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem: 835

Davon die Anzahl der Festgenommenen im Alter von zwölf bis 13 Jahren: 255

Im Alter von 14 bis 15 Jahren: 34

Im Alter von 16 bis 17: 546

Anzahl der 835 minderjährigen Angeklagten, die freigesprochen wurden: 1

(Quellen: Der Standard, B’Tselem)

Written by netzreporter

27. Juli 2011 at 08:00

Israel reagiert mit Luftschlägen auf Terroranschlag

leave a comment »

Nach dem Terroranschlag in Jerusalem am Mittwochnachmittag und Rakten- sowie Mörserbeschuss der Grenzregion hat Israel mit Luftangriffen auf Ziele im Gaza-Streifen reagiert. Kampfflugzeuge attackierten Einrichtungen der Hamas, darunter Ausbildungslager, teilte ein Sprecher der israelischen Regierung in Tel Aviv mit. Die Hamas bestätigte gegenüber der israelischen Zeitung Haaretz die Angriffe. Auch Schmugglertunnel seien zerbombt worden.

Der Anschlag ist der erste seit zwei Jahren in Israel. Eine Frau starb dabei, 30 Menschen wurden verletzt. Die umstrittene Mauer, die Israel an der Grenze zum Gaza-Streifen gezogen hat, galt lange als erfolgreiches Mittel um Terrorakte zu verhindern. Nun hat die Polizei die höchste Terror-Warnstufe ausgerufen.

(Quellen: Haaretz – http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/iaf-strikes-gaza-targets-in-response-to-rocket-fire-on-south-1.351453 & http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/israel-police-on-high-alert-in-wake-of-deadly-jerusalem-bombing-1.351437 / RBB-Info – Radionachrichten)

Written by netzreporter

24. März 2011 at 07:44

Rasterfahndung am Flughafen

leave a comment »

Reisende nach Herkunft, Aussehen und Alter in Sicherheitskategorien aufzuteilen, schadet mehr, als es nützt. Sicherheitsexperten und Politiker lehnen das Profiling ab.

Von Hauke Friederichs

Eine alte Idee sorgt für neue Aufregung: Ausgelöst hat den Ärger der designierte Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV). Christoph Blume tritt sein Amt zwar erst im Januar an, wiederholt aber bereits jetzt verworfene Ideen: Das Profiling von Fluggästen. Er will so das Fliegen sicherer und komfortabler machen, hat damit aber Sicherheitsexperten und Politiker gegen sich aufgebracht. Selbst sein eigener Verband sagte gegenüber ZEIT ONLINE: „Die Passagierdifferenzierung ist keine offizielle Forderung der ADV.“ Das Profiling von Fluggästen wurde vor einigen Monaten von internationalen Verbänden vorgeschlagen – und von den Verantwortlichen in Deutschland verworfen.

Und auch das zuständige Bundesinnenministerium reagierte erneut sehr zurückhaltend. Die Sicherheitsbehörden seien an deutschen Flughäfen gut aufgestellt, hieß es in Berlin kurz und knapp. Die Beamten hätten die Augen offen und seien wachsam, das sei das Wichtigste.

Blume geht es auch nicht vordergründig um die Sicherheit. Er will die Wartezeit für die unbescholtenen Passagiere verkürzen. „Jeder neue Vorfall führt zu weiteren Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen. So entsteht eine Sicherheitsspirale der technischen Aufrüstung, die irgendwann ihre technischen und operativen Grenzen erreicht“, sagte Blume, der auch Chef des Düsseldorfer Flughafens ist, der Rheinischen Post. In dem Interview nannte er auch Israels Profiling als Vorbild.

Das hört man im Innenministerium nicht gern. Denn die Bundesbehörde setzt auf Hightech, um Terroristen aufzuspüren. Am Flughafen Hamburg wird gerade der sogenannte Körperscanner getestet. Das Profiling könne die Technik nicht ersetzen, sagen Sicherheitsexperten. Und sie bezweifeln den Sinn einer Einstufung von Passagieren in drei Klassen – wie vom Internationalen Airline Verband gefordert. Demnach sollen Vielflieger weniger intensiv überprüft werden, Reisende, die selten fliegen und aus verdächtigen Staaten kommen, hingegen intensiv.

Israel nutzt das sogenannte Profiling bereits seit Jahren. Die israelischen Flughäfen und die Maschinen der staatlichen Airline El Al gelten als die sichersten der Welt. Doch daran hat das Profiling, wenn überhaupt, ausschließlich wegen einer abschreckenden Wirkung einen Anteil. Nach welchen Kriterien die Passagiere an israelischen Flughäfen herausgefiltert werden, ist geheim. Unter Experten gilt als sicher, dass Herkunft, Religion, Alter und Lebenssituation berücksichtigt werden. Besonders betroffen von langwierigen und unangenehmen Kontrollen scheinen muslimische Männer unter 30 Jahren zu sein.

(…)

(Mehr auf ZEIT ONLINE unter: )