Terror-Blog

Vernetzte Sicherheit, Steitkräfte, Internationale Politik

Archive for Oktober 2011

Reaper-Drohnen starten von Äthiopien aus

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Sie sind Amerikas wichtigste und umstrittenste Waffe im Kampf gegen den internationalen Dschihadismus. Mit Drohnen machen das CIA und die amerikanische Luftwaffe Jagd auf al-Qaida-Führer und Taliban-Kämpfer in Pakistan und Afghanistan. Auch in Somalia und im Jemen setzen die Amerikaner die unbemannten Kampfflugzeuge vom Typ Reaper und Predator ein.

In Äthiopien hat die US-Luftwaffe eine Basis für die Drohnen aufgebaut, sie starten dort von einem zivilen Flughafen aus, berichtet die Washington Post. Die Armee soll die Landebahn ausgebaut und den Flughafen modernisiert haben.

Gefangenenaustausch zwischen Israel und Hamas beginnt

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Die palästinensischen Extremisten von der Hamas haben den vor fünf Jahren entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit freigelassen. Der 25-Jährige soll nach Medieninformationen bereits in Ägypten eingetroffen sein. Im Gegenzug ließ Israel 477 Palästinenser frei, die wegen geplanter und durchgeführter Anschläge und anderer Verbrechen verurteilt worden waren, aus der Haft frei. Die Männer wurden ägyptischen Behörden übergeben.

Der Gefangenaustausch wurde Dank ägyptischer und auch deutscher Vermittlung möglich. Ein Agent des Bundesnachrichtendienstes (BND) hatte mit beiden Seiten Gespräche geführt. In Israel hatte es Proteste gegen den Austausch gegeben, da auch Terroristen in die Freiheit gelangen sollen, die mit Bomben und Raketen für den Tod dutzender Israelis verantwortlich sind oder Attentate von Selbstmordattentätern geplant und vorbereitet haben. Angehörige hatten vergeblich vor Israels höchsten Gericht gegen den Austausch geklagt.

Wenn Gilad Schalit zurück in Israel ist, sollen 550 weitere Palästinenser freigelassen werden.

(Quellen: ARD, NDR-Info, Spiegel Online – http://ml.spiegel.de/article.do?id=792352)

Written by netzreporter

18. Oktober 2011 at 08:56

Deutschland unterstützt Zerstörung von Kleinwaffen in Libyen

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Das meistverkaufte Sturmgewehr der Welt: Die AK-47 des russischen Ingenieurs Kalaschnikow

Das meistverkaufte Sturmgewehr der Welt: Die AK-47 des russischen Ingenieurs Kalaschnikow

Erst wurden deutsche Waffen an Gaddafi und später an die Rebellen geliefert, nun will die Bundesregierung mit 750.000 Euro ein Programm zur Abrüstung in Libyen finanzieren – das berichter der Blog Bombengeschäfte. Deutschland unterstütze die Sicherung und Zerstörung von Kleinwaffen – darunter auch schultergestützte Boden-Luft-Raketen, sogenannte MANPADS, teilte das Auswärtige Amt am Montag.

Libysche und internationale Spezialisten sollen Lager von Kleinwaffen und Munition aufspüren, diese sichern und sie vernichten. Die
unkontrollierte Weitergabe oder Verbreitung dieser Waffenbestände müsse unbedingt verhindert werden, schrieb das Auswärtige Amt in einer Presseerklärung.

Deutschland hat bereits in diesem Jahr Projekte zum Minenräumen und zur Zerstörung von 500.000 noch nicht verlegten Landminen in Libyen mit fast  900.000 Euro unterstützt. Bei der Zerstörung von Kleinwaffen, welche die Schweizer Nichtregierungsorganisation Fondation Suisse de Déminage koordiniert, will sich Deutschland eng mit den Amerikanern und anderen Nato-Partnern abstimmen.

Dank amerikanischer, französischer und britischer Luftunterstützung hatten die libyen Rebellen zunächst Gaddafis Truppen aus dem Osten des Landes vertrieben und dann Tripolis eingenommen und letztlich die Geburtsstadt des früheren Diktators, Sirte, angegriffen. Bei der Eroberung von Tripolis haben die Kämpfer des Übergangsrates zahlreiche Waffenlager Gaddafis geplündert und darin auch deutsche Sturmgewehre der Firma Heckler & Koch vom Typ G36 gefunden. Die Gewehre sollen aus einer Lieferung an Ägypten stammen. Wie die G36 dann an Gaddafi landeten, ist noch nicht endgültig geklärt.

Waffen aus Libyen sollen bereits über Ägypten in den Gaza-Streifen geschmuggelt worden sein. Die Hamas könnte sie bei Anschlägen auf Ziele in Israel verwenden oder an andere Terrorgruppen weitergeben.

(Quelle: Bombengeschäfte)

Zitate der Woche – 10 Jahre Afghanistan-Einsatz

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Woche 40/2011

„Wichtig ist, dass El Kaida heute nicht mehr den Einfluss hat, den es hatte, als der Afghanistan-Einsatz begonnen hat. Aber wir wissen, dass längst noch nicht unsere Vorstellungen von Menschenrechten und Frieden abschließend durchgesetzt sind.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

„Am Beginn der gesamten Mission war man zu blauäugig. Man hat die Ziele zu weit hochgesetzt und man war der festen Überzeugung, dass das mit Soldaten lösbar ist. Man hat erst im Laufe der Zeit erkannt, wie wichtig der zivile Wiederaufbau ist.“

Oberst Ulrich Kirsch, Vorsitzender Bundeswehrverband

„Die Behauptung, dass gerade die Militärkräfte dafür sorgten, dass es der Zivilbevölkerung besser ginge, das ist nun von der UNO widerlegt. Die Armut hat zugenommen. Es leben viel mehr Leute in Slums.“

Gregor Gysi, Franktionsvorsitzender der Linkspartei im Bundestag

„Das Hauptziel ist in der Tat erreicht worden. Das Hauptziel war ja: Afghanistan darf kein Rückzugsraum für internationale Terroristen sein.“

Rainer Arnold, verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

„Außerdem haben wir durchaus eine Reihe von Dingen verändert in Afghanistan. Das soll man bei aller Kritik, die durchaus ihre Berechtigung hat, nicht übersehen. Wir haben eine ganz andere Infrastruktur, wir haben eine andere Ausbildungssituation, wir haben eine andere medizinische Situation. Afghanistan, das wird Ihnen jeder Afghane bestätigen, sieht heute völlig anders aus als noch vor zehn Jahren.“

Michael Steiner, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan

(Quellen: Bundespresseamt, Deutschlandfunk, Deutschland Radio Kultur)