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Rebellen räumen Gaddafis Waffenlager leer

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Boden-Luft-Raketen, Sturmgewehre, Pistolen und Panzerfäuste – in den Arsenalen der gestürzten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi finden die Rebellen unzählige Waffen. Sie rüsten sich für die fortdauernden Kämpfe in Tripolis und in anderen Regionen des Landes auf. Vor allem die Region um Gaddafis Heimatstadt Sirte dürfte so lange wie möglich von den Kämpfern und Söldnern des Despoten gehalten werden. Gaddafi soll sich dort aufhalten und will angeblich bis zum Märtyrertod kämpfen – das kündigte zumindest einer seiner Sprecher an.

Experten befürchten aber auch, dass Raketen und Mörser in den Händen von Terroristen landen könnten. Vor allem sogenannte Manpads, mit denen Raketen von der Schulter des Schützen zur Abwehr von Helikoptern und Flugzeugen abgefeuert werden, eignen sich auch für Anschläge auf Passagierflugzeuge oder Militärtransportmaschinen. Allein 20.000 dieser tragbaren Boden-Luft-Raketen soll Gaddafi gekauft haben, um sich gegen Angriffe der Amerikaner verteidigen zu können.

„In den Resten des geplünderten Militärkomplexes finden sich noch viele Hinweise auf diese Einkaufstouren: Leere Kisten von modernen G3-Sturmgewehren, mit deutscher Lizenz in der Türkei produziert, blaue Pistolenkisten aus dem Hause „Beretta“ oder Bedienungsanleitungen von „Smith & Wesson“ liegen überall herum. Allein von den Pistolen müssen die Rebellen Hunderte erbeutet haben“, schreibt Spiegel-Online-Reporter Matthias Gebauer.

Kurt Pelda, der für die Frankfurter Allgemeine Zeitung aus Tripolis berichtet, zählt auf, was die Rebellen alles in einem improvisierten Waffenlager gefunden haben:  „Neben ein paar russischen Flammenwerfern befand sich hier fast nur westliches Gerät. Zurückgelassen haben die Plünderer bloß die Verpackungen und die Gebrauchsanweisungen. Neben einer „Gebrauchs- und Pflegeanweisung“ für das finnische Scharfschützengewehr Sako TRG-22/42 liegen Garantiescheine der italienischen Waffenschmieden Beretta und Benelli und ein rotes „Operator’s Manual“ von Heckler & Koch aus Oberndorf. Es ist für das deutsche Sturmgewehr G36 bestimmt.“

Die Rebellen waren zu Beginn der Revolte gegen Gaddafi schlecht bewaffnet gewesen, nutzten veraltete Kalaschnikows und selbstgebaute Sprengsätze. Nach französischen Waffenlieferungen, die per Fallschirm abgeworfen wurden, und den ersten Plünderungen von staatlichen Waffendepots im Juni (dazu ein Bericht der FAZ), glichen die Gaddafi-Gegner den Nachteil in der Rüstung langsam aus.  Auch das Golf-Emirat schickte den Aufständischen Waffen (Meldung auf Zeit Online).

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