Terror-Blog

Vernetzte Sicherheit, Steitkräfte, Internationale Politik

Archive for Juni 2011

Amerikanische Drohne feuert auf al-Shabab-Miliz

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Eine amerikanische Drohne hat einen Konvoi in Südsomalia attackiert um zwei Anführer der islamistischen Miliz al-Shabab auszuschalten. Al-Shabab unterhält enge Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida und ist für Anschläge in Uganda und anderen ostafrikanischen Staaten verantwortlich.

Bei dem Luftangriff in der vergangenen Woche wurden die beiden al-Shabab-Anführer verletzt. Aus dem Pentagon erfuhr die Washington Post, dass der Angriff wegen der Übergriffe von al-Shabab auf Ziele in Nachbarländern unternommen wurde.

Die USA setzen ihre Drohnen bereits in Pakistan und Jemen zur Terroristenjagd ein, in Libyen sollen sie damit die Rebellen unterstützen haben, über Iran dienen sie der Informationsgewinnung. Das Regime in Teheran brüstet sich, mehrfach US-Drohnen abgeschossen zu haben.

Somalia gilt neben Jemen als neue Rückzugsbasis von al-Qaida. Al-Shabab hatte dort zuletzt mehrere Regionen erobert.

(Quelle: http://www.washingtonpost.com/national/national-security/us-drones-target-two-leaders-of-somali-group-allied-with-al-qaeda/2011/06/29/AGJFxZrH_story.html)

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30. Juni 2011 at 07:51

Terroristen stürmen Hotel in Kabul

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Sieben schwer bewaffnete Terroristen haben das Hotel Intercontinental in Kabul angegriffen. Trotz Wächter und Sicherheitsschleuse gelangten die Angreifer in das Hotel hinein und lieferten sich stundenlange Feuergefechte mit Sicherheitskräften.

Die Männer, unter denen auch Selbstmordattentäter mit Sprengwesten waren, stürmten in den Eingangsbereich des Hotels. Dort sprengte sich einer der Terroristen in die Luft. Später verschanzte sich das Terrorkommando auf dem Dach des Hotels. Dort wurden sie von amerikanischen Hubschraubern attackiert. Erst der Einsatz von Isaf-Soldaten beendete den Terrorangriff.

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29. Juni 2011 at 11:16

Vereinte Nationen verurteilen Anschlag auf Klinik

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Die Vereinten Nationen haben den Bombenanschlag auf ein Krankenhaus in Ostafghanistan verurteilt. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich
in Azra im Distrikt Logar in der Klinik in die Luft und riss dutzende Patienten, Besucher und medizinisches Personal mit in den Tod.

Die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) bewertete den Terrorakt als Verstos gegen das Völkerrecht, das Angriffe auf Ärzte und ihre Patienten verbietet. Viele der Opfer seien Frauen und Kinder gewesen.

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26. Juni 2011 at 17:01

Obamas Mittelweg – Außenpolitik ohne Interventionen

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Ausführlich widmen sich die Kommentatoren in den großen Tageszeitungen dem angekündigten Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus Afghanistan. Einhellige Meinung ist, dass US-Präsident Barack Obama die ersten rund 33.000 Soldaten wegen der im kommenden Jahr anstehenden Wahl frühzeitig nach Hause holt. Eine kleine Presseschau:

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Die heikle Mission des Sagib Ullah Khan Chamkani

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Eine Ärztin zeigt die Gesundheitsstation im pakistanischem Dorf Chamkani

Eine Ärztin zeigt die Gesundheitsstation im pakistanischem Dorf Chamkani

Pakistan beherbergt weltweit die meisten Flüchtlinge. Seine Politiker wollen jetzt tausende Afghanen zur Rückkehr bewegen – doch die fürchten Krieg und Armut.

Von Hauke Friederichs

Sagib Ullah Khan Chamkani geht auf die neue Gesundheitsstation zu und lächelt, obwohl er weiß, dass es wieder Streit geben wird. Der Abgeordnete des Provinzparlaments von Khyber Pakhtunkhwa ist ein wichtiger Mann, er darf bei dem Festakt zur Einweihung der Station im pakistanischen Dorf Chamkani, rund 60 Kilometer von der afghanischen Grenze entfernt, nicht fehlen. Die Gesundheitsstation soll das Leben der Flüchtlingsfamilien aus Afghanistan verbessern. Von 25 000 Einwohnern in Chamkani kommen 10 000 aus Afghanistan. Viele der Flüchtlinge sind arm, sie haben in 30 Jahren Krieg alles verloren. Die afghanischen Männer verdingen sich als Tagelöhner, andere verkaufen als Straßenhändler Obst und Gemüse.

Viele Flüchtlinge leben auch nach Jahren noch in Lagern. Dennoch geht es ihnen hier besser als in der Heimat. Rund 1,9 Millionen Afghanen leben nach dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Pakistan. Kein Land auf der Welt beherbergt mehr Flüchtlinge.

Vor dem länglichen, eingeschossigen, einfach gemauerten Gebäude, das eine hohe Lehmmauer umgibt, parken gepanzerte Jeeps, japanische Geländewagen und Pick-Ups der Polizei. Gäste aus Islamabad und der Provinzhauptstadt Peschawar sind gekommen, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Politiker wie Sagib Ullah Khan Chamkani. Er wurde hier als Sohn eines einflussreichen, wohlhabenden Clans geboren. Die Ältesten begrüßen ihn respektvoll, als er den Innenhof des Zentrums betritt.

Allein in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa leben 1,4 Millionen Afghanen. Die Region hieß bis vor zwei Jahren schlicht Nord-West-Grenzprovinz, weil sie im Norden an Afghanistan und im Westen an die halbautonomen Stammesgebiete stößt. Die Taliban sind stark in der Region. Die pakistanische Regierung schickte vor zwei Jahren die Armee, um die Radikalen zu vertreiben. Seitdem greifen Selbstmordattentäter immer wieder Kasernen und Polizeistationen an. Die afghanischen Flüchtlinge fühlen sich hier dennoch sicherer als in Afghanistan.

Sagib Ullah Khan Chamkani und andere Politiker der Awami National Party, eine der wenigen säkularen Parteien Pakistans, wollen Tausende von ihnen zur freiwilligen Rückkehr überzeugen. Einfach wegjagen kann Pakistan sie nicht. Denn auf Druck der Vereinten Nationen und der wichtigsten Geberländer gewährte das Land den ungeliebten Gästen bis zum März 2013 Asyl.

Der Abgeordnete geht lächelnd auf eine Gruppe afghanischer Männer zu und beginnt ein Gespräch. Vor ihm steht, schwer auf einen Stock gestützt, ein alter Mann. Der Graubärtige schüttelt den Kopf, als er den Politiker über die Rückkehr der Flüchtlinge nach Afghanistan reden hört. Die harte Arbeit, das karge Leben haben seinen Rücken gebeugt – aber nicht seinen Willen. „Nein“, flüstert er, dann wird er lauter: „Nein“. Seit fast 30 Jahren leben er und seine Familie in Pakistan. Zurück nach Afghanistan wolle er auf keinen Fall. Seine Stimme überschlägt sich beim Sprechen. Andere Männer beruhigen ihn. Sagib Ullah Khan Chamkani lächelt gegen den Zwist an. Sein Lächeln weicht auch nicht, als er über den Starrsinn der Alten schimpft. „Ihr könnt nicht für immer bleiben“, wiederholt er und seufzt. Als süßer Chai-Tee und klebriges Gebäck serviert werden, endet die Diskussion. Sagib Ullah Khan Chamkani wirkt erleichtert und wischt sich mit einem Stofftuch Schweiß und Schmutz von der Stirn – und sein Lächeln gleich mit.

(…)

(Den ganzen Artikel finden Sie auf Tagesspiegel.de)

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24. Juni 2011 at 10:46

Obama benennt neue Militärstrategie

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US-Präsident Barack Obama hat am Mittwoch in einer Rede an die Nation verkündet, noch in diesem Jahr 10.000 Soldaten aus Afghanistan abzuziehen. Bis zum Sommer 2012 sollen 23.000 weitere Männer und Frauen der amerikanischen Streitkräfte vom Hindukusch heimkehren. Damit zieht Obama rund ein Drittel aller US-Soldaten aus Afghanistan ab.  Der Abzug gehe damit schneller, als Militärs es wünschten, schreibt die Washington Post.

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23. Juni 2011 at 08:54

Das Märchen vom sauberen Krieg

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Chirurgische Eingriffe, sattelitengesteuere Bomben, die ausschließlich ihre Ziele treffen, ein sauberer Krieg ohne Kollateralschaden – die Befürworter der Luftschläge gegen das Gadhafi-Regime in Libyen schwärmten vor Beginn der Mission von den Möglichkeiten der modernen Kriegsführung. Das Wochenende hat nun erneut bewiesen, dass es keinen sauberen Krieg geben kann: In jedem Krieg sterben Unbeteiligte – auch im 21. Jahrhundert.

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20. Juni 2011 at 12:23