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Serben verhaften Ratko Mladic

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Der Kriegsverbrecher  Ratko Mladic wurde am Donnerstag von serbischen Sicherheitskräften verhaftet. Fast 16 Jahre lang lebte er versteckt und wurde per internationalem Haftbefehl gesucht. Der ehemalige General soll sich mit Hilfe alter Freunde in serbischen Behörden versteckt haben. Nun steht nur noch ein gesuchter Kriegsverbrecher auf der Fahndungsliste des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien.

Weltweit begrüßten Politiker die Verhaftung Mladics – auch OSCD und die Vereinten Nationen zeigten sich erfreut, forderten aber, dass nun auch Goran Hadzic verhaftet werden müsste. Diese Forderungen war auch von deutschen Politikern zu hören.

In Berlin bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel die Verhaftung von Mladic als „eine gute Nachricht, nicht nur für Bosnien und Herzegowina, sondern auch für Serbien, den Westbalkan und damit für ganz Europa. Mladic habe große Schuld in den Balkankriegen auf sich geladen. „Deutlich wurde dies bei der Belagerung von Sarajewo und den Massakern von Srebrenica“, sagte Merkel. „Seine Verhaftung und das Verfahren gegen ihn geben die Chance für eine wahrhaftige und rechtsstaatliche Aufarbeitung dieser abscheulichen Verbrechen.“
Auch die Opposition in der Hauptstadt begrüßte die Festnahme. „Der Schritt, der von Präsident Boris Tadic einigen Mut abgefordert hat, öffnet Wege: Für die
Angehörigen der nach Tausenden zählenden Opfer als Chance zur Gerechtigkeit. Für Serbien zu einer Beschleunigung der europäschen Optionen“, sagte Gernot Erler, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. „Für den ganzen Westbalkan und darüber hinaus heißt das Signal: Keiner kann auf Dauer auf Straffreiheit rechnen.“ Die Grünen kritisierten, dass es so lange gedauert habe, bis die Serben bereit waren, Mladic festzunehmen.
Der General wird für eines der schlimmsten Verbrechen im Bosnienkrieg verantwortlich gemacht. Beim Massaker von Srebrenica im Juli 1995 ermorderten Mladics Kämpfer rund 8.000 muslimische Männer und Jungen. Die Opfer hatten sich in einer vermeintlich sicheren Zone geflüchtet, die von UN-Blauhelmen geschützt werden sollte. Die vorrückenden bosnischen Serben drangen jedoch in die Schutzzone ein und verübten einen Massenmord.
(Quelle: Bundespresseamt, Vereinte Nationen, SPD-Bundestagsfraktion, OSCE)
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