Terror-Blog

Vernetzte Sicherheit, Steitkräfte, Internationale Politik

Archive for Mai 2011

Selbstmordanschlag galt wohl nicht der Bundeswehr

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Erneut sind am Sonnabend zwei deutsche Soldaten in Nordafghanistan gestorben. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich in Taloqan bei einem Treffen zwischen afghanischen Politikern und Beamten mit Bundeswehrsoldaten in die Luft.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière zeigte sich am Sonntag bei einer Matinee der ZEIT in Hamburg entsetzt: „Drei tote Soldaten in einer Woche, das ist viel.“

Der CDU-Politiker berichtete, dass sein Ministerium Kontakt mit Kommandeur des Regionalkommando Nord gehabt habe, der bei dem Anschlag verwundet wurde. „Generalmajor Kneip geht es den Umständen entsprechend gut“, sagte de Maizière. „Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass ein Verletzter sehr schwer verwundet ist.“

Das Ziel der Attentäter seien wohl nicht die Deutschen, sondern die Afghanen bei der Sicherheitsbesprechung gewesen, sagte de Maizière. „Es spricht einiges dafür, dass es Uniformierte waren, die den Anschlag begangen haben.“

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Zitat der Woche – „Viele Menschen verdanken Amnesty ihr Leben“

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Woche 21/2011

„Viele Menschen in aller Welt verdanken der Arbeit und dem Einsatz von Amnesty International ihre Freiheit und ihr Leben.“

Markus Löning, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, zum 50-jährigen Bestehen von Amnesty International, das am Wochenende gefeiert wird.

(Quelle: Auswärtiges Amt)

Written by netzreporter

29. Mai 2011 at 08:00

Vereinte Nationen warnen vor Bürgerkrieg im Jemen

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Die Krise im Jemen hat sich erneut zugespitzt. Kampfflugzeuge der jemenitischen Luftwaffe griffen angebliche Rebellen an, die Armee rückte vor. Dutzende Zivilisten sollen nach Angaben der UN bei Kämpfen gestorben sein.

Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen zeigte sich am Freitag alarmiert und forderte die Regierung auf, die Gewalt sofort einzustellen. Nicht nur gegen Aufständische im Norden und Süden, sondern auch gegen die durch den arabischen Frühling gestärkte Opposition gehen die Behörden gewaltsam vor. Zum Wochenanfang kam es in Sanaa zu Gefechten zwischen Sicherheitskräften und bewaffneten Mitgliedern verschiedener Stämme.

Die jüngsten Unruhen begannen, nachdem Präsident Ali Abdullah Saleh am Montag zum dritten Mal abgelehnt hatte, seine Macht abzugeben.

Die Vereinten Nationen riefen die Staatsführung auf, die Gewalt gegen Aktivisten, Journalisten und Menschenrechtsverteidiger einzustellen.

(Quellen: Vereinte Nationen, NDR Info)

Written by netzreporter

28. Mai 2011 at 11:49

Serben verhaften Ratko Mladic

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Der Kriegsverbrecher  Ratko Mladic wurde am Donnerstag von serbischen Sicherheitskräften verhaftet. Fast 16 Jahre lang lebte er versteckt und wurde per internationalem Haftbefehl gesucht. Der ehemalige General soll sich mit Hilfe alter Freunde in serbischen Behörden versteckt haben. Nun steht nur noch ein gesuchter Kriegsverbrecher auf der Fahndungsliste des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien.

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Pakistan erlaubt der CIA bin Ladens Anwesen zu durchsuchen

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Die pakistanische Regierung hat dem amerikanischem Geheimdienst CIA erlaubt, ein Forensikteam zum Anwesen zu schicken, in dem Osama bin Laden getötet wurde. Das berichtet die US-Zeitung Washington Post am Donnerstag. Die Spezialisten sollen nach versteckten Material des Terrornetzwerkes al-Qaida suchen, das in Wänden oder im Boden verborgen sein könnte. Vor dem Einsatz der Seals, einer US-Spezialeinheit, sei bin Ladens Versteck lediglich mit Satelliten und Flugzeugen aufgeklärt worden, schreibt die Post.

Written by netzreporter

26. Mai 2011 at 20:40

Zahl der Woche – Gefallene deutsche Soldaten

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Woche 21/2011

Mit einem versteckten Sprengsatz haben Aufständische am Mittwoch einen deutschen Soldaten im Distrikt Char Darah in der Provinz Kundus getötet. In den  ersten fünf Monaten diesen Jahres fielen vier Bundeswehrangehörige in Nordafghanistan. 2002 und 2010 waren mit jeweils neun gestorbenen Soldaten die bisher verlustreichsten Jahre seitdem Beginn des Isaf-Einsatzes im Hindukusch. Eine Bilanz:

Anzahl der in Afghanistan gestorbenen deutschen Soldaten: 49

Zahl der bei Feuergefechten gefallenen deutschen Soldaten: 31

Anzahl der in  Afghanistan von Aufständischen und bei Unfällen getöteten Soldaten in den Jahren:

2011: 4 (Stand 26. Mai)

2010: 9

2009: 7

2008: 3

2007: 4

2006: 1

2005: 4

2004: 1

2003: 7

2002: 9

(Quelle: tagesschau.de)

Written by netzreporter

26. Mai 2011 at 18:28

Zwischen den Fronten im Drogenkrieg

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Die Ureinwohner Mexikos leiden unter der Brutalität der Soldaten. Unter Einsatz seines Lebens kämpft Abel Barrera Hernández für ihre Rechte.

Von Hauke Friederichs

Die Soldaten kamen am frühen Morgen. Sie drangen in die kleine Hütte in der Bergregion von Guerra ein, als die Familie gerade beim Frühstück war. Die Mutter sperrten die Soldaten in die Küche, den jugendlichen Sohn warfen sie auf den Boden und drückten ihm einen Gewehrlauf in den Rücken.

Die sogenannten Sicherheitskräfte raubten einen kleinen Geldbetrag, entdeckten angeblich Drogen: Sie präsentierten der eingeschüchterten Familie einen Beutel mit Mohnsamen, den sie noch nie gesehen hatte – der nach Angaben des Militärs aber in ihrer Hütte lag. Dann mussten die Eltern den Fund mit Unterschriften quittieren und ihre Schuld bekennen.

Mexiko im Jahr 2011 – es ist ein typischer Fall, den das Amnesty Journal, das Magazin für Menschenrechte, hier schildert.

Abel Barrera Hernández kennt viele solcher Geschichten. Der Menschenrechtsaktivist kämpft seit Jahren gegen die Diskriminierung der Ureinwohner in seinem Land. Das mexikanische Militär geht hart gegen die großen, international tätigen Drogenkartelle vor. In ihrem Visier sind auch Bauern, die Schlafmohn für die Opiumproduktion und andere Pflanzen für die Rauschgiftherstellung anbauen.

Mexiko hat Kolumbien den Rang beim Handel mit Kokain abgelaufen. In dem Land sind starke Kartelle entstanden, die sich untereinander bekriegen – aber auch gegen den Staat kämpfen. Viele Polizisten und Soldaten sind korrupt, sie bringen den Armen keine Sicherheit, sondern treten wie Verbrecher in Uniform auf.

Wenn Sicherheitsbeamte foltern, erpressen, vergewaltigen oder morden, gibt es in der Regel keine Untersuchung durch eine unabhängige Justiz. Unschuldige geraten zwischen die Fronten. 2010 starben nach offiziellen Angaben 15.273 Menschen bei Schießereien zwischen Sicherheitskräften und Mafiosi, das sind 42 Opfer pro Tag. „Es herrscht weitgehend Straflosigkeit“, kritisiert Monika Lüke, Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty international.

Gegen diese „Straflosigkeit“ und für die Rechte der Ureinwohner kämpft Barrera seit Jahren. Mit anderen Aktivisten gründete er 1994 das Menschenrechtszentrum Tlachinollan. Heute hat sein Zentrum 25 Mitarbeiter, die Fälle von Menschenrechtsverletzungen recherchieren, dokumentieren und veröffentlichen. Opfer erhalten Beistand und psychologische Betreuung. Am 27. Mai wird wird der deutsche Ableger von amnesty international Barrera für diese Arbeit den Menschenrechtspreis 2011 verleihen.

Sechs Jahre lang hatte Tlachinollan sein Hauptquartier im Hotel von Barreras Vater, bis es in ein eigenes Gebäude zog. Seine Eltern unterstützten die Initiative, obwohl sie ihren Sohn lieber in einem anderen Beruf gesehen hätten. Als Barrera 13 Jahre alt war, schickten sie ihn in ein Priesterseminar. Er studierte Theologie und Anthropologie. Nach anthropologischen Forschungen in den Bundesstaaten Puebla, Veracruz und Guerrero beschloss er, künftig für die Ureinwohner zu kämpfen.

(…)

(Den ganzen Artikel finden sie auf Zeit Online – http://mobil.zeit.de/politik/ausland/2011-05/mexiko-ai-menschenrechte)