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Streit über Bombenbauer und Raketenschirme

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In München ist der Start-Abrüstungsvertrag zwischen Russland und den USA in Kraft getreten. Harmonisch ist die Stimmung zwischen beiden Staaten jedoch nicht.

Von Hauke Friederichs, München

Jahrelang hatten Diplomaten und Militärs hart um diesen Vertrag gestritten: das Start-Abrüstungsabkommen, mit dem sich Russland und die USA verpflichten, die strategischen Atomsprengköpfe von derzeit jeweils 2200 auf 1550 Stück zu verringern. Als es nun am heutigen Samstag in Kraft trat, ging es auf der Münchner Sicherheitskonferenz fast ein wenig unter.

Die meisten Gäste der Konferenz aßen gerade ihren Lunch, als es im Bayerischen Hof zu dem historischen Moment kam. Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton und ihr russischer Kollege Sergej Lawrow überreichten sich die Ratifizierungsurkunden für den Abrüstungsvertrag. Ein kurzer Händedruck, ein Lächeln im Blitzlicht der Fotografen, dann war es vorbei. Um 13.40 Uhr trat das Start-Abkommen in Kraft.

Von einem „Meilenstein auf dem Weg zur Abrüstung, zu einer Welt ohne Nuklearwaffen“ sprach UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Er dankte US-Präsident Barack Obama und dessen Amtskollegen Dmitri Medwedew.

Fast wäre es nichts geworden damit. Obama hatte das Abkommen gerade noch so durchdrücken können, bevor die Mehrheiten im Kongress sich änderten.

Der Vertrag regelt die Abrüstung von Atomsprengköpfen und installiert wieder ein Überwachungssystem, das die Einhaltung des Verschrottung sicherstellen soll. Der vorherige Start-Vertrag war Ende 2009 ausgelaufen. Lange hatten sich Amerikaner und Russen nicht auf die Bedingungen für eine Verlängerung einigen können.

Das haben sie zwar geschafft, doch eine Stunde nach dem Austausch der Urkunden, ging es bereits wieder weniger harmonisch zu.

Ellen Tauscher, US-Unterstaatssekretärin für Rüstungskontrolle und Internationale Sicherheit, erinnerte an Obamas Vision von der atomwaffenfreien Welt. „Allein können wir hierbei nicht erfolgreich sein“, sagte Tauscher. Das iranische Streben nach Atomwaffen nannte sie inakzeptabel. Sie sprach auffällig oft von „unseren russischen Freunden“. Doch die Umworbenen gingen darauf nicht ein.

Daran änderten auch die freundlichen Worte des Nato-Generalsekretärs nichts. „Viel zu oft sei die Sicherheitskonferenz von den scheinbaren Unterschieden zwischen den Nato-Alliierten und Russland bestimmt gewesen“, sagte Anders Fogh Rasmussen. „Ich bin entzückt, dass es diesmal nicht so ist.“ Er äußerte die Hoffnung, dass die Ratifizierung der Kooperation zwischen dem Westen und Russland neuen Schwung geben würde.

(…)

(Quelle: ZEIT ONLINE)

Einen Live-Stream zur Konferenz finden Sie hier

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Eine Antwort

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  1. […] schaut kaum hoch. Hamid Karsai spricht am Sonntagmorgen vor den hochkarätigen Gästen der Münchner Sicherheitskonferenz. Staats- und Regierungschefs, Minister sowie Abgeordnete hören zu. Der afghanische Präsident […]


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