Terror-Blog

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Al-Quaida findet Sicherheitslücken

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Passagiere, die in die USA reisen, müssen sich stets auf die schärfsten Sicherheitskontrollen einstellen. Reisende werden streng kontrolliert, Essgewohnheiten überprüft und auch das Gepäck wird häufig durchsucht – die Beamten der Transport Security Administration legen dann kleine Zettel in die durchwühlten Koffer und Taschen. Auf dieser „Notice of Baggage Inspection“ steht, dass die Inspektion des Gepäcks für die Sicherheit der Reisenden geschehe. Das jedoch bisher Pakete in Passagiermaschinen verladen wurden, die kaum. Doch Pakete aus Staaten wie dem Jemen und Saudi-Arabien überprüften  die Sicherheitsbehörden weitaus weniger  streng. Am Wochenende wurde deutlich: Pakete können Sprengstoff enthalten, ohne dass jemand dies bemerkt.

Neun Jahre nach dem 11. September, nach allen umstrittenen Verschärfungen der Vorschriften (keine Flüssigkeiten an Bord, Fluggesellschaften müssen Daten weitergeben etc.), gelingt es al-Qaida-Sympathisanten immer noch ganz einfach, gravierende Sicherheitslücken zu finden. Die Sprengstoff-Pakete aus dem Jemen, die über Europa in die Vereinigten Staaten geschickt werden sollten, zeigen, wie schwer es ist, in einer globalisierten Welt Terroranschläge zu verhindern.

Die islamistischen Terroristen sind technisch auf dem neuesten Stand, verfügen immer noch über ausreichend finanzielle Mittel, um Anschläge zu planen und Material für Sprengsätze zu kaufen. Sie sind den Sicherheitskräften meist einen Schritt voraus.

Dass die Sprengsätze Marke Eigenbau nicht an Bord einer Maschine explodierten, scheint viel Glück gewesen zu sein. Auch im deutschen Luftraum hätte dies geschehen können. Denn auf dem Flughafen Köln/Bonn wurde ein Paket mit einem Drucker, der mit Sprengstoff präpariert war, umgeladen. Das Bundeskriminalamt habe Hinweise aus Saudi-Arabien erhalten, konnte das Flugzeug mit der Bombe an Bord aber nicht mehr stoppen. In Großbritannien stellten Terrorexperten die gefährliche Fracht dann sicher.

Die USA haben nun ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft, Großbritannien lässt keine unbegleitete Luftfracht aus dem Jemen ins Land  und in Deutschland  verkündet Bundesinnenminister Thomas de Maizière, ein „Einreiseverbot“  für Luftfracht aus dem Jemen.

Der CDU-Politiker geht von einer geplanten Anschlagserie aus. Er wolle  sich selbst an einen großen Frachtflughafen über die Abläufe informieren.  Hinweise auf Terrorgefahren habe das Innenministerium schon länger, schreibt der Tagesspiegel in der Montagsausgabe: „Die Gefahr ist immer dagewesen“, sagte de Maizière. Auch wenn die Hinweise befreundeter Geheimdienste sich nicht auf  konkrete Ziele hier zu Lande bezogen hätten.

(Quellen: Spiegel Online: Terrorfahnder lassen Verdächtige frei,  Spiegel Online: USA nehmen saudische Extremisten ins Visier, ZEIT ONLINE: Warum Luftfracht so schwer zu kontrollieren ist, ZEIT ONLINE: Bombenpaket landete auch in Deutschland, Reuters: Sicherheitszuständigkeit für Luftverkehr bündeln)

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