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Guttenberg hadert mit seiner Popularität

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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vor der Bundespressekonferenz

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vor der Bundespressekonferenz

Seit Tagen versucht Karl-Theodor zu Guttenberg vergeblich die Euphorie um seine Person zu dämpfen. Wirklich erfolgreich ist er dabei nicht.

Von Hauke Friederichs

Er lächelt gequält im Spiegelsaal des Hamburger Grand Elysée Hotels. Vor ihm sitzen Generäle, Admirale, Manager der Rüstungsindustrie und Journalisten. Auf der ZEIT-Konferenz „Internationale Sicherheitspolitik“ soll Karl-Theodor zu Guttenberg über die Neuausrichtung der Bundeswehr und der Nato sprechen.

Soeben hat der Moderator und ZEIT-Herausgeber Josef Joffe auf den aktuellen Spiegel-Titel angespielt. Politiker schmücken normalerweise gerne die ersten Seiten von Zeitungen und Zeitschriften. Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit sind im politischen Betrieb schließlich das Kapital. Doch der Medienrummel scheint selbst dem Inszenierungsprofi, dem Selbstdarsteller, dem „adeligen Aufsteiger“ und „Senkrechtstarter“ zu viel zu werden.

Guttenberg verzieht mittlerweile das Gesicht, sobald das K-Wort fällt. Nicht die Verkleinerung der Truppe um Tausende Soldaten, die Aussetzung der Wehrpflicht, die Schließung von Standorten scheinen ihm Unbehagen zu bereiten. Nicht die linken Demonstranten draußen vor dem Hotel, die gegen Militär, Rüstung und Auslandseinsätze der Bundeswehr demonstrieren. Es sind die Journalisten, die ihm ständig neue Posten zuschreiben: CSU-Vorsitzender, bayerischer Ministerpräsident, Kanzler.

Wobei Guttenberg daran natürlich nicht unschuldig ist: Monatelang sonnte er sich in seinem eigenen Glanz, dementierte nur schwach und hintersinnig lächelnd mögliche Ambitionen auf andere, auf höhere Ämter. Und aus seinem Umfeld verlautete, dass Guttenberg auf dem Weg ins Kanzleramt nur zwei Konkurrenten habe: von der Leyen und Röttgen – und beide Kabinettskollegen seien angeschlagen.

Doch die Berichte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in der BILD, dass Guttenberg im kommenden Jahr entweder in München oder in der Hauptstadt die Regierungsverantwortung übernehmen könnte, wurden in der Union nicht gerade euphorisch aufgenommen. Und nun auch noch das:  „Die fabelhaften Guttenbergs. Paarlauf ins Kanzleramt“, textete die Spiegel-Redaktion.

Im Heft stellt das Blatt das deutsche „Polit-Traumpaar“ auf eine Höhe mit den Obamas und den Sarkozys. Zum „Kanzler in Reserve“ hatte bereits der Focus den Verteidigungsminister berufen. Für den Stern war er als Wirtschaftsminister der „coole Baron“ und Bunte kürte ihn zum Mann des Jahres 2009. Stephanie zu Guttenberg wurde in dem Society-Blatt mit dem Satz zitiert: „Mein Mann ist eine Wettertanne.“ Soll heißen: Er trotzt so manchem Sturm, Gegenwind macht ihm nichts aus.

Doch viele ambitionierte Jungpolitiker stolperten schon über den eigenen Ehrgeiz und die Missgunst von Parteifreunden. Im Politikbetrieb gilt eine Binsenweisheit: Wer zu früh für Spitzenämter ins Spiel gebracht wird, der bleibt bei der Postenvergabe gern auf der Strecke. Ursula von der Leyen etwa ging es jüngst so bei der Bundespräsidentenwahl. Karl-Theodor zu Guttenberg wurde – außer für das Amt des Staatschefs, weil er mit 38 Jahren dafür zu jung ist  – für jeden Spitzenposten als möglicher Kandidat genannt.

(Mehr auf ZEIT ONLINE)

 

Er lächelt gequält im Spiegelsaal des Hamburger Grand Elysée Hotels. Vor ihm sitzen Generäle, Admirale, Manager der Rüstungsindustrie und Journalisten. Auf der ZEIT-Konferenz „Internationale Sicherheitspolitik“ soll Karl-Theodor zu Guttenberg über die Neuausrichtung der Bundeswehr und der Nato sprechen.

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Guttenberg verzieht mittlerweile das Gesicht, sobald das K-Wort fällt. Nicht die Verkleinerung der Truppe um Tausende Soldaten, die Aussetzung der Wehrpflicht, die Schließung von Standorten scheinen ihm Unbehagen zu bereiten. Nicht die linken Demonstranten draußen vor dem Hotel, die gegen Militär, Rüstung und Auslandseinsätze der Bundeswehr demonstrieren. Es sind die Journalisten, die ihm ständig neue Posten zuschreiben: CSU-Vorsitzender, bayerischer Ministerpräsident, Kanzler.

Wobei Guttenberg daran natürlich nicht unschuldig ist: Monatelang sonnte er sich in seinem eigenen Glanz, dementierte nur schwach und hintersinnig lächelnd mögliche Ambitionen auf andere, auf höhere Ämter. Und aus seinem Umfeld verlautete, dass Guttenberg auf dem Weg ins Kanzleramt nur zwei Konkurrenten habe: von der Leyen und Röttgen – und beide Kabinettskollegen seien angeschlagen.

Doch die Berichte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in der BILD, dass Guttenberg im kommenden Jahr entweder in München oder in der Hauptstadt die Regierungsverantwortung übernehmen könnte, wurden in der Union nicht gerade euphorisch aufgenommen. Und nun auch noch das:  „Die fabelhaften Guttenbergs. Paarlauf ins Kanzleramt“, textete die Spiegel-Redaktion.

Im Heft stellt das Blatt das deutsche „Polit-Traumpaar“ auf eine Höhe mit den Obamas und den Sarkozys. Zum „Kanzler in Reserve“ hatte bereits der Focus den Verteidigungsminister berufen. Für den Stern war er als Wirtschaftsminister der „coole Baron“ und Bunte kürte ihn zum Mann des Jahres 2009. Stephanie zu Guttenberg wurde in dem Society-Blatt mit dem Satz zitiert: „Mein Mann ist eine Wettertanne.“ Soll heißen: Er trotzt so manchem Sturm, Gegenwind macht ihm nichts aus.

 

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Eine Antwort

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  1. […] Dresden Gelegenheit, mit Deutschlands höchsten Offizieren über ihre Ideen zu sprechen. Sie  und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sind zudem als Redner auf der Kommandeurtagung angekündigt. Von Guttenberg erwarten Soldaten und […]


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