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Mädchen, die als Jungen leben

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In Afghanistan haben Frauen weniger Rechte als Männer. Viele Familien investieren in die Bildung ihrer Söhne, fördern die Töchter kaum. Zwangsheiraten oder arrangierte Ehen sind immer noch in vielen Regionen normal. Ehefrauen, die von ihren Männern geschlagen oder vergewaltigt werden, haben kaum Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen. Das alles prangern Menschenrechtsorganisationen seit langem an.

Die amerikanische Journalistin Jenny Nordberg hat in der New York Times nun eine große Geschichte über afghanische Familien veröffentlicht, die Töchter zu Jungen machen: Die Mädchen werden wie Jungen gekleidet, tragen kurze Haare und werden wie Jungen erzogen – zumindest bis zur Pubertät.

Die Geschichte „Where boys are prized, girls live the part“ schildert den Fall der sechsjährigen Mehran, die als Junge aufwächst, ihre Zwillingsschwester Beheshta als Mädchen. Ihre Mutter, Azita Rafaat, ist Mitglied des afghanischen Parlaments. Eltern, die keine Söhne haben, entscheiden sich zu diesem Schritt, um Schande von der Familie abzuwenden. Sie nennen die als Jungs aufwachsende Tochter „bacha posh“, schreibt Jenny Nordberg – das heißt auf Dari „gekleidet wie ein Junge“.

(Quelle: Jenny Nordberg: Where boys are prized, girls live the part. In some afghan families, a fake son is considered better than none, The New York Times, 21. September 2010, S. 1, 10, 11)

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Written by netzreporter

27. September 2010 um 10:00

Veröffentlicht in Afghanistan

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