Terror-Blog

Vernetzte Sicherheit, Steitkräfte, Internationale Politik

Die Augen immer geradeaus

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Screenshot von Augen Geradeaus

Screenshot von Augen Geradeaus

Von einem Blog zu leben, noch dazu einem mit dem sperrigen Thema Bundeswehr, ist nicht leicht. Thomas Wiegold versucht es trotzdem.

Von Hauke Friederichs

Die Bundeswehr wird umstrukturiert, in Afghanistan kämpfen deutsche Soldaten in stundenlangen Gefechten und vor Somalia soll die Marine gegen die Piraten vorgehen. Angst, dass ihm die Themen ausgehen, hat Thomas Wiegold nicht. Der Journalist veröffentlicht auf seinem Blog Augen Geradeaus mehrmals täglich neue Geschichten.

Im Gegensatz zu den USA gibt es hierzulande nur wenige sicherheitspolitische Blogs. Stephan Löwenstein, verteidigungspolitischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, schreibt in Zur Sicherheit mehr oder weniger regelmäßig über Streitkräfte und Verteidigungspolitik. Und Boris Barschow, Journalist beim Fernsehsender Phoenix, hat sich in seinem Afghanistan-Blog dem Hindukusch und dem Einsatz der Internationalen Schutztruppe verschrieben.

Wiegolds Seite ist die dritte große in dem Bereich, vielleicht die größte.

400.000 Klicks habe er im August erzielt, sagt er, und dass er natürlich nicht wisse, ob 1000 Leser 400 Mal kamen oder 100.000 Leute vier Mal. Doch ist das wahrscheinlich ein Wert, den kein anderes Blog mit diesem Thema erreichen dürfte.

Dabei hat Wiegold erst am 10. August wieder losgelegt. Denn Augen Geradeaus gibt es zwar schon Jahre, bis vor Kurzem aber war es offline. Gewachsen war es im Rahmen seiner Arbeit als Redakteur des Magazins Focus und stand auch auf den Seiten des Magazins. Bis beschlossen wurde, dass die Redaktion sich künftig ausschließlich auf das Heft konzentrieren solle. Die Devise „Print first“ führte zum vorübergehenden Aus des Blogs.

Wiegold machte zunächst auf Facebook weiter und kam auch dort gut an: In dem Netzwerk hat er bereits 1.300 Follower. Seit Kurzem ist das Blog wieder online, inzwischen auf einer eigenen Homepage. Und Wiegold hat so viel zu tun, dass er versuchen will, davon zu leben. Oder es muss. Denn im September endete sein Vertrag als Redakteur beim Focus. Der Verlag verkleinerte die Redaktion drastisch und bot allen Mitarbeitern Auflösungsverträge an – Wiegold griff zu. „Ich war mein Arbeitsleben lang fest angestellt. Nun will ich etwas Neues versuchen.“

(Mehr auf ZEIT ONLINE)

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Eine Antwort

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  1. […] Wie im Alltag führe die sicherheitspolitische Diskussion auch im Internet ein Nischendasein, zieht Thomas Wiegold im Interview mit dem Magazin Kompass eine nüchterne Bilanz. „Die Zahl der Menschen, die sich […]


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