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Greenpeace: Atomkraftwerke zu wenig gegen Angriffe aus der Luft geschützt

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Deutsche Atomkraftwerke seien auch neun Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA unzureichend gegen mögliche Angriffe aus der Luft geschützt. Das teilt die Umweltorganisation Greenpeace mit.

Experten der Organisation haben für die Studie „Terrorangriffe aus der Luft auf (ältere) deutsche Atomkraftwerke“ zahlreiche öffentlich bekannt gewordenen Sicherheitspannen bei Passagier- und Personalkontrollen auf deutschen Flughäfen und nur knapp vereitelte Anschläge in Flugzeugen seit dem Jahr 2002 ausgewertet.

Das Fazit klingt ernüchternd: Die nach 9/11 angestoßene Gegenmaßnahmen wie der Einsatz bewaffneter Sky-Marshalls an Bord und gehärtete Cockpittüren brächten nur wenig zusätzliche Sicherheit vor einer Kaperung in der Luft. Terroristen könnten eine entführte Maschine auf ein Akw abstürzen lassen.

„Ein Flugzeugabsturz in das Reaktorgebäude hätte katastrophale Folgen. Die bei einem Aufprall frei gesetzte Strahlendosis wäre so groß, dass bereits innerhalb weniger Stunden der behördliche Grenzwert für eine Evakuierung um das Tausendfache überschritten sein könnte. Gebiete von bis zu 100.000 Quadratkilometern wären möglicherweise so schwer kontaminiert, dass die Bevölkerung langfristig umgesiedelt werden müsste“, heißt es in der Studie.

Greenpeace fordert daher am Tag der Atomverhandlungen im Kanzleramt die acht gefährdesten Atomkraftwerke Biblis A und B, Philippsburg 1, Unterweser, Neckarwestheim, Brunsbüttel, Isar 1 und Krümmel vom Netz zu nehmen.

Die terroristische Bedrohung der AKW war wesentlich für den Atomausstieg. Um ältere Atomkraftwerke sofort abschalten zu können, dürfen ihre Strommengen auf jüngere Reaktoren übertragen werden. Bundeskanzlerin Merkel hat bei ihrer Vereidigung geschworen, Schaden vom Deutschen Volke abzuwehren. Mit der Laufzeitverlängerung bricht sie ihren Schwur und schadet Deutschland“, sagt Heinz Smital, Atomexperte bei Greenpeace. „Die Reaktoren müssen sofort abgeschaltet werden. Die AKW sind wie nukleare Minen, die jederzeit gezündet werden können.“

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