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Das Volk beklatscht Guttenberg

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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg beantwortet die Fragen der Besucher im Haus der Bundespressekonferenz

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg beantwortet die Fragen der Besucher im Haus der Bundespressekonferenz

Verteidigungsminister waren selten so populär wie Karl-Theodor zu Guttenberg. In Berlin stellt er sich den Bürgerfragen und inszeniert sich als Mann für höhere Aufgaben.

Von Hauke Friederichs

Er ist ein Meister der Inszenierung. Ob dynamisch im Bundeswehr-T-Shirt im Flugzeug, im feinen Zwirn in Siegerpose auf dem Broadway in New York oder mit freundlichem Dauerlächeln vor den Besuchern der Bundespressekonferenz in der Hauptstadt. Karl-Theodor zu Guttenberg, laut Umfragen einer der beliebtesten Politiker in Deutschland, weiß, was er seinen Bewunderern zu bieten hat. Beim Tag der Offenen Tür kamen Hunderte Interessierte und Anhänger des Freiherrn in die Bundespressekonferenz, um ihm Fragen zu stellen.

Sonst sitzen in der Bundespressekonferenz dreimal pro Woche die Regierungssprecher, manchmal auch Bundesminister oder die Kanzlerin, um sich den Fragen der Hauptstadtpresse zu stellen – auf Einladung der Journalisten. An diesem Wochenende aber laden die Ministerien die Bürger zum „Staatsbesuch“ und öffnen ihre Tore für alle. Da will auch die Bundespressekonferenz, die von Journalisten gegründet wurde und bis heute von ihnen organisiert wird, es dem Volk ermöglichen, einige der wichtigsten Politiker Deutschland aus der Nähe zu sehen.

Nacheinander sind Bundesinnenminister Thomas de Maizière, die Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Verteidigungsminister zu Guttenberg zu Gast. Als Guttenberg dynamischen Schrittes in den Saal kommt, ist kein einziger Platz mehr frei. Draußen drängeln sich weitere Besucher. Grauhaarige Seniorinnen und junge Mädchen machen Fotos mit kleinen Digitalkameras.

Guttenberg braucht nur „Guten Tag“ zu sagen, schon brandet Applaus auf. Vorschusslorbeeren geben es hier sonst nicht, scherzt Antje Sirleschtov von der Bundespressekonferenz, die die Fragerunde moderiert. Auch der Minister zeigt sich locker. Bei den „sibirischen Temperaturen“ – draußen ist der Sommer zurückgekehrt – freue er sich auf die Fragen der Bürger, sagt Guttenberg. Sonst seien die Besuche hier unangenehmer: Politiker würden hier oft durch die Fragen der Presse „gegrillt“.

Die Scherze kommen an. Die Besucher lächeln, lachen nicken. Innerhalb von wenigen Minuten wirkt der Charme Guttenbergs. Nicht nur in Bayern, wo er im Bundestagswahlkampf eines der besten Ergebnisse Deutschlands erzielte, stößt er auf Zustimmung. Das Magazin Focus kürte ihn bereits zum Kanzler in Reserve, die BILD zum adeligen Aufsteiger und die Bunte gleich zum Mann des Jahres 2009. Er wird immer wieder als nächster Ministerpräsident Bayerns in Gespräch gebracht. Guttenberg war bereits Generalsekretär der CSU und Bundeswirtschaftsminister. Eine Biografie über ihn vor kurzem erschienen –  dabei ist der Mann erst 38 Jahre alt.

(Mehr auf ZEIT ONLINE)

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Eine Antwort

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  1. […] einst als Erfolgsrezept für eine gute Predigt die Wiederholung. Und so fordert der DBwV erneut Verteidigungsministert Karl-Theodor zu Guttenberg auf, die Bundeswehrreform zu nutzen, um die Truppe für aktive und zukünftige Soldaten attraktiver […]


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