Terror-Blog

Vernetzte Sicherheit, Steitkräfte, Internationale Politik

Frontstaat im Kampf gegen den Terror

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Zwei schwere Anschläge im Jemen im Juni sollen erneut auf das Konto von al-Qaida gehen. Auch wenn amerikanische Terrorexperten das Netzwerk momentan in einer tiefen Krise sehen: al-Qaida sei so pleite, dass künftige Kämpfer für ihre Ausbildung in Trainingscamps selber bezahlen müssen. Im Jemen jedoch gelingt es al-Qaida-Sympathisanten immer wieder, mit Anschlägen für Unruhe zu sorgen. Das besorgt wiederum die Geheimdienste der USA, Europas und Saudi-Arabiens. Das Umfeld von US-Präsident Obama bezeichnet den Jemen als Frontstaat im Kampf gegen den Terror. Sie befürchten, dass das Land ähnlich wie Somalia zerfallen könnte. Al-Qaida unterhält bereits jetzt dort mehrere Ausbildungscamps.

Doch das größte Problem für die Sicherheit des Landes, das nur wenige Seemeilen vom Bürgerkriegsland Somalia entfernt ist, seien die Houthi-Rebellen, schreibt der Guardian. Auch diese Gruppe könnte für Attentate verantwortlich sein.

„Yemenis insist that their biggest problem is not al-Qaida but the Houthi rebellion in the north as well as the ineffectiveness and corruption of the central government, rapid population growth, unemployment and the depletion of both oil and water reserves“, schreibt Ian Black, Guardian-Redakteur für den Nahen Osten. „Combined, some analysts fear these factors could lead to the ultimate failure of the Yemeni state.“

Die Houthi-Rebellen stellen allerdings noch keine Bedrohung für westliche Staaten da. Dass al-Qaida hingegen aus dem Jemen heraus Attentate plant, machte der vereilte Anschlag auf das Flugzeug einer US-Airline an Weihnachten deutlich. Die intensiven Kontakte zwischen Amerikanern und radikalen Predigern in Jemen beschäftigen die US-Sicherheitsbehörden schon länger. Das Council of Foreign Relations hat dazu ein Dossier zusammengestellt. Es wurde Ende Juni auf den neuesten Stand gebracht.

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Written by netzreporter

18. Juli 2010 um 10:00

2 Antworten

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  1. […] Hort von Piraten und islamistischen Terroristen wie der al-Schabaab.Miliz. Er liegt gegenüber vom Jemen, einer Basis von al-Qaida und anderer extremistischer Gruppen. (Die Paketsendungen mit Sprengstoff an jüdische […]

  2. […] tätig sind, haben sich aus Somalia zurückgezogen, weil die Arbeit dort zu gefährlich sei. Die Macht kommt in großen Teilen Somalias aus den Läufen der Kalaschnikows. Das Sagen haben Milizenanführer oder […]


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