Terror-Blog

Vernetzte Sicherheit, Steitkräfte, Internationale Politik

Hilfe im Kampfgebiet

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Hunderttausende sind auf der Flucht, Soldaten liefern sich Feuergefechte mit Talibananhängern, Kampfflugzeuge feuern Raketen ab und schmeißen Bomben. Artilleriegeschosse schlagen ein, Rettungswagen werden beschossen. Helfer und Zivilisten sterben bei Anschlägen.

Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hilft den Menschen vor Ort mit Medikamenten und Behandlungen. Eine gefährliche Arbeit für Mediziner und Pflegepersonal.

Die Lage im pakistanischen Swat-Tal in der Nordwest-Provinz eskaliert im Frühjahr 2009. Dort geht das pakistanische Militär gegen die Taliban vor, die sich zum Teil hinter der Zivilbevölkerung verschanzen und sich in Dörfern verstecken.

Als am 1. Februar 2009 zwei pakistanische Mitarbeiter in Fahrzeugen unter Beschuss geraten und sterben, verlässt Ärzte ohne Grenzen das Swat-Tal. Die Organisation unterstützt nun Menschen in Flüchtlingslagern, die Arbeit wird vom Militär immer wieder gestört oder unterbunden.

„Die Sicherheitslage bleibt vielerorts besorgniserregend“, sagt Benoit de Gryse, Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Pakistan, im am Freitag veröffentlichten Jahresbericht der Organisation. „Zugleich erleben wir viel Zuspruch. Und das ist für uns der beste Schutz.“

Wichtigster Schutz sei aber die Unabhängigkeit, sagen die MSF-Verantwortlichen. Ärzte ohne Grenzen nimmt deswegen keine staatliche Unterstützung an und lebt von Spenden. Alle Projekte, auch die in Krisengebieten, werden selbst finanziert.

Die Organisation kehrte im Sommer 2009 nach Afghanistan zurück. Das Kriegsgebiet hatte MSF 2004 verlassen, nachdem fünf Mitarbeiter ermordet worden waren.Im Irak bleibt eine direkte Hilfe für die Menschen hingegen weiterhin schwierig – MSF unterstützt Krankenhäuser mit Material.

In Somalia hingegen musste Ärzte ohne Grenzen wegen der schlechten Sicherheitslage im Juli ein Kinderkrankenhaus und drei Gesundheitszentren schließen. Auch im Sudan und Darfur endet 2009 die Arbeit. Nach dem internationalen Haftbefehl gegen den Präsidenten werden Mitarbeiter am 4. März ausgewiesen. Als am 11. März dann noch fünf Helfer entführt werden, zieht sich MSF aus dem Land zurück.

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Written by netzreporter

16. Juli 2010 um 13:00

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