Terror-Blog

Vernetzte Sicherheit, Steitkräfte, Internationale Politik

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Zurück vom Hindukusch

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Nach zehn Tagen in Afghanistan bin ich in Deutschland zurück. Leider ließ sich mein Plan, den Terror-Blog von unterwegs zu füttern, wegen technischer Probleme nicht umsetzen. In Kundus etwa, sorgen die Taliban dafür, dass die Mobilfunkbetreiber alle abends ihre Netze abstellen. Mit den Netbook online zu gehen, ging daher nicht. Und in den Feldlagern sind die wenigen Rechner, die für das private Surfen bereitstehen, nicht auf den deutlich gestiegenen Bedarf ausgelegt: Hunderte zusätzliche amerikanische Soldaten und das vergrößerte deutsche Kontingent, sorgen für einen Ansturm auf die PCs und ein sehr langsames Netz…

Die Textübermittlung an die Redaktion war schon nicht immer einfach – und die ging einfach vor. Hier der erste Artikel, der erschien:

Das Wettrüsten mit den Taliban

Mit selbstgebauten Sprengsätzen versuchen die Aufständischen, die Bundeswehr zu zermürben. Über den gefährlichen Job der Minenräumer berichtet H. Friederichs aus Kundus

Ein kleiner Innenhof im Bundeswehr-Feldlager Kundus. Der Major sitzt auf einem Plastikstuhl. Es gibt Rosenbeete hier, kleine Vögel hüpfen darin herum. Ein friedliches Bild. Doch der Schein trügt. Draußen herrscht Krieg, und die Bundeswehr wird immer mehr in ihn verwickelt, seitdem die Aufständischen auch in der nordafghanischen Provinz Kundus, dem Mandatsgebiet der Deutschen, aktiv sind.

Militärisch ist der Gegner weit unterlegen, doch er verfolgt eine Strategie, für die er keine Panzer und Flugzeuge braucht: Ähnlich wie im Süden Afghanistans verstecken die Taliban auch im Norden des Landes immer mehr sogenannte IEDs (Improvised Explosive Devices). Diese Sprengfallen sind schwer zu entdecken, billig und einfach herzustellen. Und sie haben eine fatale Wirkung. Die Minen können selbst die gepanzerten Fahrzeuge der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (Isaf) zerstören. Und die Sprengkraft und die Qualität der gebastelten Bomben werden immer besser.

Fast täglich laufen bei den Kampfmittelbeseitigern der EOD-Abteilung des Wiederaufbauteams (PRT) Kundus Informationen über Sprengfallenfunde ein. EOD steht für Explosive Ordnance Disposal. Ein gemischter Zug aus Pionieren und Sprengmittelexperten, rund 30 Soldaten aus Deutschland und Belgien, erkunden Risikogebiete, suchen nach Sprengsätzen und entschärfen IEDs.

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Written by netzreporter

11. Mai 2010 at 08:41

Veröffentlicht in Afghanistan, Bundeswehr, Isaf, Taliban, US-Army

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